
Spitalsreif geprügelt: Mike Brennan
"Bis heute hat mir niemand ins Gesicht gesagt, dass es ihm leid tut", sagt Mike Brennan. Jener US-Staatsbürger, der am 11. Februar von zwei nicht uniformierten Polizisten brutal niedergeschlagen worden war, hat von der Wiener Polizei noch keine Entschuldigung erhalten.
Jene Beamtin, die am Tag nach dem Vorfall Brennans Freundin angerufen hatte, habe lediglich gemeint, sie bedaure den Vorfall, und es sei "das erste Mal gewesen, dass in Wien so etwas passiert."
"Ist schon vielen anderen passiert"
Eine Aussage, die Brennan mit Kopfschütteln quittiert. Der Gymnasiallehrer hatte zuvor noch nie schlechter Erfahrungen mit der Wiener Polizei gemacht. "Aber ich weiß, dass etwas Ähnliches schon vielen anderen passiert ist. Und viele von ihnen hatten Angst, es zu melden", sagte Brennan bei einer Pressekonferenz Mittwoch abend. Und ja, er denke schon, es habe mit seiner Hautfarbe zu tun, dass er verprügelt wurde: Als er sich nach der Attacke aufrappelte, aber wieder zusammenbrach, habe einer der Polizisten zu seiner Freundin gesagt: "So machen die das immer." Eine eindeutig rassistische Aussage, ist Brennan überzeugt.
Verwirrende Auskunft
Wenig hilfreich dürfte auch jener Polizist gewesen sein, bei dem Brennan den Vorfall zu Protokoll gab: Auf seinen Hinweis, dass die Videobänder der Wiener Linien seine Aussage bestätigen würden, entgegnete der Beamte, diese würden nur 24 Stunden lang aufgehoben. De facto heben die Verkehrsbetriebe das Material rechtmäßig jedoch 48 Stunden lang auf. In Brennans Fall ein Unterschied mit Folgen: Zum Zeitpunkt der Aussage waren gerade 25 Stunden vergangen.
"Keine Misshandlung, sondern Verwechslung"
Dass der Polizeieinsatz rechtswidrig war, dem widersprach die Polizei am Mittwoch in einem Fernsehbericht des Wiener ORF-Landesstudios: Demnach konnte die Exekutive keine Misshandlung, sondern lediglich eine Verwechslung erkennen, berichtete "Wien heute".
Der Verdacht, die Drogenfahnder hätten B. vorsätzlich verletzt, habe sich nicht erhärtet, erklärte die Exekutive im ORF-Bericht. Die Polizisten hätten sich "ordnungsgemäß zu erkennen gegeben", aber B. habe sich der Amtshandlung widersetzt, worauf körperliche Gewalt angewandt worden sei. Was dabei verwundert: Bis heute wurde keine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt eingebracht.
Polizeipräsident Polizeipräsident Gerhard Pürstl sagte, er stehe solange hinter den Beamten, "solange ich merke, dass ihre Amtshandlungen von den gesellschaftlichen und rechtlichen Werten unserer Stadt, unseres Landes getragen sind und das ist nach dem jetzigen Ermittlungsstand der Fall". Im Augenblick gehe er davon aus, "dass es sich um ein Missverständnis handelt und keine böse Absicht hinter dieser Amtshandlung steht." Die gerichtlichen Erhebungen gehen unabhängig davon weiter.
Dass die beiden Beamten weiter im Dienst sind, habe ihn schockiert, sagt Brennan: "In den USA wären sie sofort freigestellt worden." (mas, APA, derStandard.at, 25.2.2009)
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so viel zur Integration eines Lehrers an der international school in Wien.
hätte er ein launisches "heast oida, wasissn" abgeschieden, wär ihm das alles nicht passiert. wage ich mal zu behaupten.
daher würd ich dem herrn m.b. zuerst einmal einen deutschkurs empfehlen; als integrative massnahme.
das soll natürlich nicht ablenken, dass es eine verwechslung war und ihm entschuldigung gebührt.
als regress bzw entschädigungsmaßnahme ein paar stunden "wienerisch" würden herrn m.b. mE aber nicht schaden.
will ich schon dazu bemerken, dass meines Wissens nach an der "International School" die Unterrichtssprache Englisch ist.
Zudem ist Mr.Brennan, wenn es stimmt, erst seit ein paar Monaten als US-Lehrer an dieser Schule tätig.
Bekannterweise ist ein Lehrender als Gast in unserem Land und wohlweislich kein Asylant!
Es ist wohl verständlich, dass die Deutschkenntnisse, insbesondere im Wienerischen,
von Mr.Brennan nach so kurzer Zeit bei bestem Willen nicht perfekt sein können.
Eine persönliche Entschuldigung von Angesicht zu Angesicht steht von Seiten der beiden Beamten noch immer aus.
werden mit einem Drogendealer verwechselt, ortsüblich behandelt/fixiert, man sagt gegen Sie aus, das Kameravideo verschwindet, niemand entschädigt Sie oder entschuldigt sich bei Ihnen.Sie laufen traumatisiert und mit Schmerzen ein paar Tage mit Krücken herum, nachdem Sie aus dem Krankenhaus sind.
Reaktion:
a.)Hallo, Hr. Kollege, habe dafür vollstes Verständnis, weils bei uns genauso läuft.
b.)Sie erstatten Anzeige, wegen Körperverletzung.
?? c.) bitte, posten
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