Tickets und Ticks

25. Februar 2009, 18:19
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Neumannovas Angebot und Koudelkas Schlecker

 Langsam machen sie sich Sorgen in Liberec um die Außenwirkung und die Abrechnung, wobei das Angebot, zu jeder zum Vollpreis gekauften Eintrittskarte ein weiteres Ticket um eine Krone dazuzubekommen, nur Ersterer dient.

Tapfer träumt Katerina Neumannova, die OK-Chefin, davon, den Saisonzuschauerrekord für Langlaufrennen, gehalten von Nove Mesto mit 31.000, zu brechen. Bloß, in Vesec wollten sich bisher maximal halb so viele einfinden. Die Norweger können es nicht alleine richten. Vor zwei Jahren und in Sapporo haben sie schon dafür gesorgt, dass der WM-Langlauf nicht völlig unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand.

Skispringen ist ohnehin mehr ein Fernsehsport. Oder hätte jemals jemand live an der Schanze gesehen, wie der Tscheche Roman Koudelka im Flug die Zunge herausstreckt, sie aber beim Landeanflug wieder einzieht, wohl um dem Abbeißen vorzubeugen?

Richard Schallert, Cheftrainer der Tschechen, hat schon erwogen, ihm den Tick aus Sicherheitsgründen abzugewöhnen, es dann unterlassen, voll Sorge, Koudelka könne, auf seinen Schlecker konzentriert, für einen Skispringer gefährlichere Fehler begehen.

Selbst ist es Schallert genauso gegangen, als ihn Wundertrainer Baldur Preiml rein interessehalber einmal gefragt hatte, warum er am Schanzentisch immer so heftig ausatme. Der Vorarlberger hat sich die Frage des verehrten Lehrers zu Herzen genommen. So sehr, dass er es fürderhin einfach nicht mehr dersprungen hat. (lü - DER STANDARD PRINTAUSGABE 26.2. 2009)

 

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