Saab muss Produktion einstellen

25. Februar 2009, 17:18
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GM-Tochter kann sich Zollgebühren nicht mehr leisten

Stockholm  - Der insolvente schwedische Autohersteller Saab muss wegen akuter Zahlungsprobleme die Produktion einstellen. Wie ein Sprecher des Zollamtes am Mittwoch im Rundfunk bestätigte, haben die Behörden jede Anlieferung oder Auslieferung von Material oder fertigen Autos für das Stammwerk Trollhättan verboten, weil das Unternehmen seine Zollgebühren nicht entrichtet hat. Es handle sich um "eine beträchtliche Summe".

Saab hatte letzte Woche als Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) Insolvenz beantragt, dabei aber auch die Fortsetzung der Produktion mit 4.100 Beschäftigten angekündigt. Aus dem Unternehmen verlautete, dass man die Probleme mit dem schwedischen Zoll "alsbald" lösen werde.

Der selbst um sein Überleben kämpfende Mutterkonzern in Detroit will die Fortsetzung der Produktion für die zunächst auf drei Monate befristete Umstrukturierung Saabs zu einem "selbstständigen Unternehmen" finanzieren, verlangt aber auch Regierungszuschüsse aus Stockholm. Die schwedische Regierung lehnt alle Hilfen solange ab, bis es keinen neuen Eigner für den kleinen Autohersteller mit einer Jahresproduktion von 94.000 Wagen (2008) gibt. (APA/dpa)

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