Wie Eros endlich ans Licht kam

25. Februar 2009, 17:01
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Jahrzehntelang lagen zahlreiche Kleinodien aus der griechischen Antike in Athener Lagerräumen herum - nun haben sie Platz in einer Ausstellung gefunden

Athen - Das erweiterte Archäologische Museum in Athen zeigt von 26. Februar an erstmals mehr als 2.000 Kleinodien aus der griechischen Antike, die seit Jahrzehnten wegen Raummangels in den Lagerräumen blieben. Die neuen Hallen des Museums sollten am Donnerstag feierlich vom griechischen Kulturminister Antonis Samaras eröffnet werden.

Das 1874 eröffnete Museum musste wegen Mangels an Räumen teils unterirdisch ausgebaut werden. Zwei halb-unterirdische Etagen mit einer Fläche von 24.000 Quadratmetern wurden errichtet. Es ist die bisher größte Erweiterung des neuklassizistischen Gebäudes im Zentrum der griechischen Hauptstadt.

"Eine 'neue' Antike Welt offenbart sich"

Unter den endlich der Öffentlichkeit präsentierten Stücken befindet sich unter anderem eine Kleinstatue des Libesgotts Eros aus Myrina in Kleinasien, wie die Athener Zeitung "Kathimerini" am Mittwoch weiter berichtete. Neben der Statue von unschätzbarem Wert werde eine Mosaikglas-Vase ("Millefiori-Vase") aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert gezeigt, die in einem Wrack nahe der Insel Kythera entdeckt worden war. "Eine 'neue' Antike Welt offenbart sich im 'neuen' alten Museum", schreibt das Blatt.

Der Neubau habe rund 50 Millionen Euro gekostet und wurde zum Teil mit Mitteln der Europäischen Union finanziert. Äußerlich blieb das vom deutschen Architekten Ernst Ziller entworfene Gebäude unangetastet. Das Museum und der davorliegende Platz mit seinen riesigen Palmen ist einer der beliebtesten Treffpunkte der Stadt. 1999 war das Gebäude durch ein starkes Erdbeben beschädigt worden. Für die Olympischen Spiele 2004 wurde es von Grund auf saniert. (APA/dpa)

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