Werbung für Kabel-TV war laut OGH Irreführung

25. Februar 2009, 15:50
posten

Zusatzkosten seien verschwiegen worden

Die Telekom Austria (TA) hat 2007 mit der Werbung für Kabelfernsehen gegen das Irreführungsverbot im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) verstoßen. Das entschied der Oberste Gerichtshof (OGH) schon vor einiger Zeit, wie der "Standard" (Mittwoch) berichtet. Im Herbst 2007 habe die TA auf Plakaten, Inseraten und in Werbespots mit einem Angebot für Kabelfernsehen in Wien und St. Pölten "ab 4,90 Euro pro Monat" geworben.

Nicht erwähnt worden sei, dass dieses Angebot nur gilt, wenn der Kunde auch Telefon- und/oder Internetanschluss von der TA bezieht und dafür bezahlt. Durch das Unterbleiben dieser wesentlichen Informationen sei ein Anlockeffekt hervorgerufen worden. Wegen der Bewerbung von "aonTV" hatte Mitbewerber UPC im November 2007 eine einstweilige Verfügung gegen die Telekom erwirkt. "Wir selbst haben den OGH nicht angerufen", so ein UPC-Sprecher. (APA)

Share if you care.