AIG führt Rettungsgespräche

25. Februar 2009, 14:13
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Staatseinstieg in schwer verkäufliche Konzernsparten möglich

New York - Angesichts eines drohenden Mega-Jahresverlusts von rund 100 Milliarden Dollar (78,4 Mrd. Euro) sucht der staatlich gestützte US-Versicherer AIG unter Hochdruck nach neuen Wegen zu seiner Rettung. Der einstige weltweite Branchenführer stößt beim für sein Überleben nötigen Verkauf umfangreicher Geschäftsfelder laut US-Medienberichten auf immer größere Probleme. Ein Zusammenbruch des Versicherungsriesen würde laut Experten neue Schockwellen an den Finanzmärkten auslösen.

Möglich sei daher ein zusätzlicher Einstieg des Staates in einige derzeit schwer verkäufliche Konzernsparten, berichtete am Mittwoch die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Konzern verhandelt zudem in seiner Not mit dem Staat über eine Umschuldung der bereits enormen Hilfen von 150 Milliarden Dollar.

Die US-Notenbank Fed hatte AIG erst Mitte September in letzter Minute vor dem Zusammenbruch bewahrt. Im Gegenzug erhielt der Staat praktisch 80 Prozent der Anteile.

Der Versicherer hat Berichten zufolge im vergangenen Quartal einen Rekordverlust von rund 60 Milliarden Dollar erlitten - dies wäre das größte Minus eines US-Unternehmens aller Zeiten. Insgesamt würde sich der Jahresverlust für 2008 damit auf fast 100 Milliarden Dollar addieren. Die Bilanz soll voraussichtlich nächste Woche präsentiert werden. (APA/dpa)

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