"An Arbeitslosigkeit gewöhnt man sich nicht"

25. Februar 2009, 14:18
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Autor von "Unternehmen Babylon" warnt vor psychischen Folgen der Krise

Wien - "Suchverhalten und Depression nehmen nach Krisen im erschreckenden Maße zu", stellte der Psychologe und Buchautor Peter Winterhoff-Spurk bei der AKNÖ-Veranstaltung "Globalisierung essen Seele auf" in Wien fest. AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler: "Viele Arbeitnehmer stehen derzeit vor existentielle Sorgen. Die Angst um den Arbeitsplatz frisst die Seele auf." Deshalb schenkt die Niederösterreichische Arbeiterkammer dem Kampf um die psychische Gesundheit besonderes Augenmerk.

Wo Sicherheit ab- und Angst um den Arbeitsplatz zunimmt, steigen die psychischen Auffälligkeiten. Bei Frauen zeigt sich dies in Angst- und Depressionszuständen, bei Männern treten Suchtgefährdung und erhöhter Alkoholkonsum auf. "Wenn in nur einer einzigen Tageszeitungsausgabe von 8.000 Stellenstreichungen berichtet wird, so bedeutet das neue Kundschaft für die Psychiatrie", so der Organisationspsychologe Winterhoff-Spurk aus Saarbrücken. Die These von einer "heilsamen Krise" lehnt Winterhoff-Spurk ab: "Das ist kein heilender Fieberschub für die globalisierte Wirtschaft, der Patient bleibt krank". (red, derStandard.at)

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    Buchautor Winterhoff-Spurk sieht in der Krise kein heilendes Potenzial

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