AUA-Sparpaket geht in die Endrunde

25. Februar 2009, 13:52
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Kostensparprogramm soll in zwei Wochen ageschnürt sein

Wien  - Die Verhandlungen über die geplanten Einsparungen bei den Personalkosten der Austrian Airlines (AUA) sollten "in absehbarer Zeit" abgeschlossen werden. Das sagte AUA-Vorstand Peter Malanik am Mittwoch am Rande eines Luftfahrtsymposiums in Wien. Genauer wollte er sich nicht festlegen. Dem Vernehmen nach soll das Sparpaket, das insgesamt Kostenreduktionen von 225 Mio. Euro vorsieht, in den nächsten zwei Wochen unter Dach und Fach sein. "Das ist realistisch", sagte auch AUA-Bodenbetriebsratschef Alfred Junghans. Noch werden die Modelle für die Kurzarbeit durchgerechnet.

Die Passagierzahlen haben sich im Februar angeblich ähnlich schlecht entwickelt wie im Jänner. Im ersten Monat 2009 gingen sie um 13 Prozent zurück. Die AUA geht in ihren Prognosen für 2009 bisher von Ertragseinbußen von 15 Prozent aus - dementsprechend wurden auch die Einsparungen angelegt. Sollte sich die Krise nicht dramatisch verschlimmern, müsste das Sparpaket ausreichen.

Die Airline musste vergangene Woche bekannt geben, dass mit Ende Jänner der kumulierte Verlust im Flugbetrieb bereits mehr als die Hälfte des Grundkapitals der Aktiengesellschaft (264 Mio. Euro) ausmacht, also zumindest 132 Mio. Euro. In der Bilanz für 2008, die am 13. März vorgelegt wird, wird das aber nicht schlagend, heißt es. Der Verlust des heimische Luftfahrtkonzern insgesamt wird allerdings wegen notwendiger Flugzeugabschreibungen und Kursverlusten bis zu 475 Mio. Euro ausmachen.

Dass die Übernahme der AUA durch die Lufthansa hält, daran wurde beim heutigen Luftfahrtsymposium in Wien kein Zweifel gelassen. (APA)

 

 

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