Wie sich Windows 7 gegen Raubkopien wehrt

25. Februar 2009, 12:45
130 Postings

Neben stündlichen Hinweisen zur Produktaktivierung können nach Ablauf der 30-Tages-Frist keine optionalen Updates mehr geladen werden

Weitgehend soll sich Windows 7 wie seine Vorgänger XP und Vista ohne eine Aktivierung durch den Nutzer nach 30 Tagen verhalten. Microsoft hat jedoch einige Punkte der Windows Genuine Advantages-Maßnahmen (WGA) verändert, wie Produkt Manager Alex Kochis in einem Blog-Eintrag beschreibt.

Countdown

Bei vorinstallierten Versionen auf neuen Rechnern ist eine Aktivierung durch den Nutzer wie bisher nicht nötig. Beim Setup können User die Option wählen, dass sich Windows nach drei Tagen Nutzung automatisch aktiviert. Sollte die automatische Aktivierung nicht ausgewählt sein, erscheinen nach drei Tagen regelmäßig Nachrichten im System-Tray mit der Aufforderung "Activate Windows Now" und der verbleibenden Zeit bis zum Ablaufen der Frist.

Tägliche, dann stündliche Aufforderungen

Sollten Nutzer ihre Windows-Kopie später aktivieren wollen und "Ask me later" wählen, erinnert das Betriebssystem dennoch täglich weiter bis zum 27. Tag. Ab diesem Zeitpunkt erscheinen die Aktivierungs-Aufforderungen dann alle vier Stunden. Am 30. Tag werden Nutzer bereits beim Einloggen darauf hingewiesen, dass die Aktivierungs-Periode abgelaufen ist, die Nachricht erscheint dann fortlaufend alle 60 Minuten.

Keine optionalen Updates und schwarzer Bildschirm

Wird Windows 7 nach der Testphase nicht aktiviert, erhalten Nutzer auch weiterhin stündliche Benachrichtigungen zudem erscheint am rechten unteren Bildschirmrand dauerhaft der Hinweis, dass es sich bei der Windows-Version möglicherweise um eine Raubkopie handelt. Der Desktop-Hintergrund wird schwarz. Die Hintergrundfarbe kann zwar grundsätzlich vom User wieder zurückgesetzt werden, Windows macht diese Änderung aber nach 60 Minuten wieder rückgängig. Auch optionale Updates können solange nicht heruntergeladen werden, bis das Betriebssystem aktiviert ist.

Änderungen noch möglich

Die von Kochis beschriebene WGA-Vorgehensweise bezieht sich vorerst auf die Beta-Version und kann sich demnach in der finalen Version noch ändern.

Vista

Wie heise.de berichtet, will Microsoft auch schärfer gegen sogeannte Raubkopien von Windows Vista vorgehen.

Im Laufe kommender Wochen will das Unternehmen ein Update verteilen, das überprüft, ob Vista mit Hilfe eines Crack installiert wurde. Mit derartigen Programmen kann das Betriebssystem ohne Online-Aktivierung freischgeschalten werden. wird eine Kopien erkannt, soll ein Warnfenster "nerven". (br)

  • Windows Genuin Advantage-Maßnahmen verhindern den Download optionaler Updates nach 30 Tagen.
    screenshot: blogs.msdn.com

    Windows Genuin Advantage-Maßnahmen verhindern den Download optionaler Updates nach 30 Tagen.

Share if you care.