Attentäter nahmen gezielt Franzosen ins Visier

26. Februar 2009, 12:36
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"Le Canard Enchaîné" berichtet, nach Geheimdienstinformationen sei die Reisegruppe mehrere Tage lang ausgespäht worden

Paris - Die Attentäter von Kairo suchten nach Geheimdienstinformationen gezielt französische Opfer aus. Bei einem Bombenanschlag auf einen Basar waren am Sonntagabend eine 17 Jahre alte Französin getötet und 25 Menschen verletzt worden, darunter zahlreiche französische Touristen. Die französische Reisegruppe sei mehrere Tage lang ausgespäht worden, berichtete das Enthüllungsblatt "Le Canard Enchaîné" am Mittwoch unter Berufung auf den Geheimdienst.

"Strafe" für französische Beteiligung an Gaza-Blockade?

Die Attentäter hätten Frankreich dafür "bestrafen" wollen, dass sich eine französische Fregatte an der Seite der israelischen Marine an der Blockade von Gaza beteiligt habe, um den Waffenschmuggel zu verhindern. Dies sei kürzlich auf mehreren Websites ägyptischer Islamisten verurteilt worden. Das französische Außenministerium hingegen hatte kurz nach den Anschlägen betont, dass Frankreich nicht im Visier der Terroristen gewesen sei. (APA/dpa)

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    Nach dem Anschlag im Kairoer Khan-el-Khalili-Bazar haben die Behörden die Polizeipräsenz verstärkt.

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