Dachlawinen können mehr als 70 km/h erreichen

25. Februar 2009, 12:05
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 Wien - Mit bis zu 500 Kilogramm pro Kubikmeter kann eine Dachlawine gehörige Schäden anrichten. Todesfälle durch herabstürzende Schnee- und Eismassen sind selten, kommen aber vor. Die Geschwindigkeit, die eine Dachlawine bei ihrem Weg auf Straße oder Gehsteig erreicht, hängt in erster Linie von der Fallhöhe und dem Zustand des Schnees ab. Laut Experten sind um die 70 km/h möglich.

Vernachlässigt man den Luftwiderstand, beschleunigt ein Körper auf der Erde - unabhängig von seiner Masse - nach der sogenannten Fall- oder Gravitationsbeschleunigung. Demnach würde ein Dachlawine nach dem Fall von einem fünf Meter hohen Haus 36 Stundenkilometer und von einem 20 Meter hohen Haus 72 Stundenkilometer erreichen. Sehr schwere, nasse Dachlawinen erreichen solche Werte laut Experten auch annähernd.

Bei Pulverschnee löst sich die Lawine dagegen während des Falls auf, und es kommt verstärkt der Luftwiderstand zum Tragen. Halten dieser und die Erdbeschleunigung einander die Waage, geht es nicht mehr schneller. So erreicht eine einzelne Schneeflocke maximal ein bis zwei Meter pro Sekunde - also höchstens rund sieben Stundenkilometer.

Bis zu 500 Kilogramm pro Kubikmeter

Auch das Gewicht einer Dachlawine hängt stark von ihrer Zusammensetzung ab. Frisch gefallener, sehr luftiger Pulverschnee wiegt pro Kubikmeter gerade einmal 50 bis 200 Kilogramm. Eine kompakte, nasse Lawine kann dagegen bei entsprechend hohem Wassergehalt bis zu 500 Kilogramm pro Kubikmeter erreichen.

Will man den Gefahren einer Dachlawine ausweichen, so sollte man vorsorglich nach oben blicken und Warnstangen beachten. Wenn es einmal rumpelt, bleibt kaum noch Zeit zum Ausweichen. Von einem fünf Meter hohen Haus ist eine nasse Lawine lediglich eine Sekunde bis zum Boden unterwegs. (APA)

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