Promotion - entgeltliche Einschaltung

Arbeitsmarkt für Akademiker/innen in Technik und Naturwissenschaft

25. Februar 2009, 11:19

In den vergangenen Jahren boten sich für Absolvent/inn/en technischer, technisch-wirtschaftlicher und technisch-naturwissenschaftlicher Studienrichtungen ausgezeichnete Jobaussichten.

In den vergangenen Jahren boten sich für Absolvent/inn/en technischer, technisch-wirtschaftlicher und technisch-naturwissenschaftlicher Studienrichtungen ausgezeichnete Jobaussichten. Unternehmensbefragungen bestätigten regelmäßig Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Akademiker/innen in Technik und Naturwissenschaft aufgrund einer zu geringen Anzahl an Absolvent/inn/en im Vergleich zur hohen Nachfrage am Arbeitsmarkt (vgl. Schneeberger, Petanovitsch & Gruber: Zukunft technisch-naturwissenschaftlicher Hochschulbildung, ibw-Studie 2007).

In den Jahren 2007 und 2008 bestand die zahlenmäßig stärkste Nachfrage nach Absolvent/inn/en in den Studienrichtungen Informatik/ Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau/ Wirtschaftsingenieurwesen, Verfahrenstechnik und Elektrotechnik (Stellenmarktanalyse des TU Career Centers 2007 & 2008; Schneeberger, Petanovitsch & Gruber, 2007). Die Menge der Stellenangebote überstieg in nahezu allen Studienrichtungen (mit Ausnahme der Architektur) die Anzahl der Absolvent/inn/en, und zwar sowohl bezogen auf die TU Wien als auch auf Gesamtösterreich.
In den einzelnen Studienrichtungen gab es zwischen zwei und 36 Mal mehr Stellenangebote als Absolvent/inn/en in ganz Österreich. Ein besonderer Engpass an Absolvent/inn/en zeigte sich in der Verfahrenstechnik, im Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen sowie in der Technischen Chemie, aber auch im Bauingenieurwesen und der Technischen Mathematik.

Die Anzahl der Abschlüsse in technischen, technisch-wirtschaftlichen und technisch-naturwissenschaftlichen Studienrichtungen nimmt zwar seit den 1990er Jahren aufgrund der Erhöhung der Studier- und Abschlussquote kontinuierlich zu. Dennoch ergibt sich am Arbeitsmarkt nach wie vor ein Mangel an Absolvent/inn/en. Der Personalbedarf und damit die Nachfrage nach Akademiker/innen in Technik und Naturwissenschaft steigen nämlich aufgrund der hohen Technologisierung der Produktion und der Zunahme technologiebasierter Dienstleistungen stärker als die Abschlussquote. Der stärkste Mangel an Absolvent/inn/en zeigt sich in der industrieorientierten Technikausbildung, etwa in Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Technischer Physik, Technischer Chemie und Technischer Mathematik.
Die wachsende Vielfalt an Berufs- und Karrierechancen für Techniker/innen und Naturwissenschafter/innen - vom Produktionssektor und der Wissenschaft über unternehmensbezogene Dienstleistungen bis zum Aufstieg in Managementfunktionen - verschärft den Mangel an technisch-naturwissenschaftlichen Fachspezialisten.

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der aktuell schwierigen Wirtschaftslage auf die Jobaussichten von Techniker/innen und Naturwissenschafter/innen sind derzeit noch schwer einzuschätzen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass der in den letzten Jahren wachsende Mangel an Akademiker/innen in Technik und Naturwissenschaft am Arbeitsmarkt rasch ausgeglichen werden kann. Aktuelle Erfahrungen zeigen, dass Absolvent/inn/en technischer, technisch-naturwissenschaftlicher und technisch-wirtschaftlicher Studienrichtungen für Spezialistenpositionen (z.B. Hardware-, Software-Entwicklung, Risikomanagement, Statik und Konstruktiver Ingenieurbau, Energietechnik, u.v.a.) nach wie vor gefragt sind. Genauen Aufschluss wird eine in Arbeit befindliche Studie zur aktuellen Lage und künftige Entwicklung des Arbeitsmarkts für Techniker/innen und Naturwissenschafter/innen des TU Career Centers geben.

  • © roaltyfree

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