Erste Versorgungsflüge und Sprengungen

25. Februar 2009, 11:01
posten

14 Einsätze - Auf der Planneralm sind insgesamt 500 Menschen vom Schnee eingeschloss - 450 von ihnen sind Urlauber - darunter auch mehrere Skikurs-Schulklassen

Graz - Erste Lawinensprengungen wird das Bundesheer am Aschermittwoch in der Obersteiermark durchführen. Abgeschnittene Orte wie Radmer oder die Planneralm werden mit Lebensmitteln versorgt und in Gstatterboden werden vier Kinder ausgeflogen. Die Landeswarnzentrale Steiermark erklärte, dass mit insgesamt vier Hubschraubern - zwei des Bundesheeres aus Aigen im Ennstal und zwei des Innenministeriums aus Graz und Salzburg - voraussichtlich 14 Einsätze geflogen werden.

Die Katastrophenschutzabteilung des Landes sprach am Mittwoch vom "Tag der Entspannung" - zumindest was das Wetter betreffe. Es dürfte den ganzen Tag über "prächtiges Flugwetter" herrschen. Die Einsätze der Helikopter werden zur Erkundung der Lawinengefahr genutzt sowie für erste Sprengungen. In erster Linie wird  versucht, die blockierten Straßen zu den abgeschnittenen Orten frei zu bekommen, so Josef Reinprecht, Sprecher der steirischen Landeswarnzentrale.

 

Planeralm: 500 Menschen eingeschneit

Auf der Planneralm (Bezirk Liezen) sind insgesamt 500 Menschen vom Schnee eingeschlossen. 450 von ihnen sind Urlauber - darunter auch mehrere Schulklassen, die ihren Skikurs derzeit absolvieren. Außer den beiden am Dienstag ausgeflogenen Dialysepatienten aus Wildalpen (Bezirk Liezen) und Radmer (Bezirk Leoben) gebe es derzeit keine weiteren medizinischen Notfälle, so Reinprecht. Koordiniert werden die Flüge von der Landeswarnzentrale.

Am Mittwoch konnten einige der gesperrten Straßen freigegeben werden: Die L113 Niederalpl-Straße und der Lahnsattel (B23) können wieder mit Schneeketten befahren werden.

Am Dienstag sind insgesamt drei Lawinen auf gesperrte Straßen im Raum Eisenerz abgegangen. Gegen 17.30 Uhr lösten sich im östlichen Ortsteil Trofeng im Kölchgraben Schneemassen und verschütteten zwei Gartenhütten. Die Lawine kam rund 50 Meter vor einer bewirtschafteten Eisbahnhütte zum Stillstand. Zehn Menschen befanden sich zu dem Zeitpunkt in der Hütte, verletzt wurde niemand. (APA)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Einwohner von Radmer können derzeit nur aus der Luft versorgt werden.

Share if you care.