Hirsch Servo mit 3,4 Millionen Euro Verlust

25. Februar 2009, 10:05
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Wien - Der börsenotierte Kärntner Maschinenbauer und Verpackungshersteller Hirsch Servo AG hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/2009 einen Einbruch beim Ergebnis hinnehmen müssen, dabei aber den nach eigenen Angaben höchsten Halbjahresumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verringerte sich auf minus 3,4 Mio. Euro, nach minus 1,5 Mio. Euro im Jahr davor. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf minus 250.000 Euro (plus 640.000 Euro) zurück. Der Umsatz kletterte um rund 7 Prozent auf 50,4 Mio. Euro.

Aufgrund der Abschwächung der Weltkonjunktur und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung hat Hirsch Servo die zu Beginn abgegebene EBIT-Prognose für das Gesamtjahr 2008/09 von 5,0 Mio. Euro "nach unten revidiert", ohne genaue Zahlen zu nennen. Die Entwicklung bis zum 30. Juni sei aufgrund des allgemein weiterhin schwierigen Marktumfeldes und durch die daraus resultierende Verschiebung eines Großprojektes "nur schwer vorhersehbar", hieß es heute, Mittwoch, in einer Aussendung des Unternehmens. Aus heutiger Sicht rechnet der Verpackungshersteller aber mit einem positiven EBIT.

Zum Stichtag 31.12.2008 beschäftigte das Unternehmen 682 Mitarbeiter, um 54 weniger als im Jahr davor. Die Personalreduktion sei Folge der "temporären Kapazitätsanpassung" und Teil eines "umfangreichen Kostensenkungsprogramms".

Da der Erhalt der Liquidität "in Anbetracht der weltweiten konjunkturellen Abschwächung höchste Priorität" habe, investierte die Hirsch Servo Gruppe im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres mit rund 1,8 Mio. Euro deutlich weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wo noch 6,7 Mio. Euro in die Hand genommen wurden. Den Schwerpunkt bildeten Investitionen in die Werkserweiterung des slowakischen Standortes, die im März abgeschlossen sein werden. Per 1. Juli sei aus Kostenoptimierungsgründen eine Verschmelzung der slowakischen Hirsch Porozell s.r.o. in die Polyform s.r.o. geplant.

Die drei Geschäftsfelder der Hirsch Servo, EPS-Verarbeitung, Technologie und Logistik, entwickelten sich im 1. Halbjahr 2008/09 unterschiedlich: Während sich der Umsatz im Geschäftsfeld EPS-Verarbeitung trotz Abschwächung der Marktentwicklung in Osteuropa um rund 10 Prozent auf 42,8 Mio. Euro erhöhte, sank der Umsatz im Bereich Technologie um rund 9 Prozent auf 7,5 Mio. Euro. Rascher als erwartet sei aufgrund der Krise an den Finanzmärkten eine Verunsicherung bei den Kunden und daraus resultierend eine Verschiebung geplanter Investitionen eingetreten. Das Geschäftsfeld Logistik hat im Bereichszeitraum noch keine Erträge generiert.

Hirsch Servo notierte am Mittwoch an der Wiener Börse zuletzt mit 46,98 Euro - ein Plus von 4,40 Prozent. (APA)

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