Intelligenter Strom

25. Februar 2009, 18:42
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    foto: siemens

    Mehr als ein Zähler: AMIS kann auch Stromfresser enttarnen und den Stromverbrauch optimieren.

Der Stromzähler wird intelligent und zum Knotenpunkt für ein vernetztes und kommunikatives Hausnetz - So hilft er Strom zu sparen und die Spitzenbelastung der Netze zu reduzieren.

Mit AMIS (Automated Metering and Information System) kommt eine neue Generation von Stromzählern auf den Markt, die nicht nur den Verbrauch im einzelnen Haushalt für alle gewünschten Zeiteinheiten erfasst, sondern die gesamte Lieferkette vom Erzeuger bis zum Endverbraucher abdeckt. Vorreiter beim Einsatz dieses von Siemens entwickelten Zählers in Österreich ist die oberösterreichische Energie AG. Seit Oktober 2008 läuft im Bereich Vöcklabruck der Probebetrieb mit 10.000 AMIS-Zählern, ab Oktober 2009 sollen jährlich 100.000 neue Endgeräte eingebaut werden. Damit können dem Kunden detaillierte Informationen zu seinem Stromverbrauch geliefert werden.

Stromfresser enttarnen

"Diese neue Transparenz soll helfen, versteckte Stromfresser zu enttarnen und den eigenen Stromverbrauch zu optimieren", hofft Johann Kaltenleithner, Projektverantwortlicher bei der Energie AG. Im Herbst, meint Kaltenleithner, sollten ausreichend Daten zur Verfügung stehen, um erste, flexible Tarifmodelle entwickeln zu können. Die Vorteile: Der Netzbetreiber kann die Lastverteilung besser ausbalancieren, seine Netze effizienter nutzen. Der Endkunde spart Geld, wenn er die Waschmaschine nicht ausgerechnet am späten Nachmittag einschaltet, wenn Österreichs Familienleben auf Hochtouren läuft, sondern erst in der Nacht. Und am Ende können auch jene Kapazitäten in der Stromerzeugung selbst, die für diese Spitzenzeiten notwendig sind, reduziert werden.

Was noch fehlt, sind die intelligenten Endgeräte, die mit einem Stromzähler wie AMIS kommunizieren und sich die für ihre Zwecke besten und günstigsten Zeiten selbst suchen: Kühlgeräte, Waschmaschinen und Trockner, die flexibel und intelligent auf dem Stromnetz surfen. Mit AMIS ist es außerdem möglich, auch die Einspeisung von Strom zu steuern, etwa aus der Solaranlage am eigenen Dach. Diese Bidirektionalität wird in Zukunft eine zentrale Anforderung an ein modernes Stromnetz sein. (25.2.2009)

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10 Postings
Walter Mautner
 
00
27.9.2009, 22:48
Kumm, machmer mal ein Schleuderballett um 2 Uhr morgens :)

... wenn nun der Stromversorger meint, die Waschmaschinen haben um Mitternacht mit der Arbeit zu beginnen, weil grad eine gute Brise die Windräder dreht, alle Leute am Morgen unausgeschlafen und grantig zur Arbeit kommen und Mist bauen .... na gut, bleibt die Wäsche eben bis zum Wecktermin in der Trommel liegen und anstelle des Weckers ertönt dann eben nochmal die Waschmaschine :)
So ein Kleincomputer als Stromzähler könnte aber sicher ein wenig "Tuning" vertragen, net wahr? Eine russische Firma wird sich schon finden, die "Nachrüstsätze" in Form spezieller Firmwareupdates verkauft .... ähem.

Jochen Schweizer
01
26.2.2009, 10:39
"...wenn er die Waschmaschine nicht ausgerechnet am späten Nachmittag einschaltet, wenn Österreichs Familienleben auf Hochtouren läuft, sondern erst in der Nacht."

...stellt sich nur die Frage wie das dann mit dem jetzt noch billigen Nactstrom weitergeht, wenn dann alle glauben sie müssen in der Nacht waschen und trocknen.

FFluXXuSS
00
16.3.2009, 17:51
Strompreis egal, Nachbarschaft wird sauer!

sogar die MIELE erzeugt bei 1600 UMin Geräusche, die ich keinem noch so unangenehmen Mitmenschen wünsche. Und Billiggeräte hört man weiter als bis zum Nachbarn...

aber geh ;-)
00

blöd auch, dass ich dann noch mitten in der nacht aufstehen muss um die wäsche aufzuhängen.

natürlich kann sie bis morgen früh noch in der trommel bleiben. aber frisch riecht sie dann sicher nimmer ;-)

drmarks
02
26.2.2009, 12:36

Billigen Nachtstrom gibt es doch nur für Nachtspeicherheizungen, mit eigenem Zähler etc. Der "normale" Strom für den Hausgebrauch kostet immer das Gleiche. Noch.

nix fir unguad
00
26.2.2009, 13:08
Es kommt auf dem Stromversorger an

Es gibt Tariefmodelle wo man für den Tagesstrom mehr als beim Standardtarief bezahlt, aber man bezahlt einiges weniger für den Nachtstrom. Natürlich braucht man dafür einen anderen Zähler (Zweitariefzähler).

nix fir unguad
00
26.2.2009, 11:47
Nachtstrom wird wahrscheinlich etwas teurer werden

Aber die Energieunternehmen ersparen sich viel Geld, da sie weniger für teuren Spitzenstrom ausgeben müssen.
Aus diesem Grund würde ich raten mit dem Ausbau von Speicherkraftwerken vorsichtig zu sein. Viele davon können nur kostendeckend betrieben werden wenn der Preis von Spitzenstrom weiter ansteigt. Das muss nicht unbedingt der Fall sein.

NickNameless
00
28.2.2009, 20:05

wir werden in zukunft noch viel mehr strom benoetigen. allzu vorsichtig wuerd ich da nicht agieren

R. Funden
00
26.2.2009, 09:45

[..]Kühlgeräte, Waschmaschinen und Trockner, die flexibel und intelligent auf dem Stromnetz surfen.[..]

Ob das bei Kühlgeräten wirklich so sinnvoll ist?

lg,
R.

drmarks
00
26.2.2009, 11:11

Freilich sinnvoll. Eine intelligente Tiefkühltruhe würde wissen, dass der Strom von 17 bis 19 teurer wird, und entsprechend vorkühlen, zum Beispiel.

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