Rom - In Italien wächst die Stimmung gegen rumänische Einwanderer: Fackelzüge, Bürgerwehren, Aufrufe zur Selbstjustiz, Lynchversuche, rassistische Slogans - eine Pogromstimmung, die von Medien und Parteien wie der Lega Nord systematisch angeheizt wird. Nach einer Vergewaltigung wurden in Roms Außenbezirken rumänische Geschäfte angezündet.
Viele, aber nicht alle Rumänen sind Roma. Und die sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Zwischen Roma und Rumänen wird da nicht immer differenziert. Vor allem Roms Bürgermeister Gianni Alemanno zieht die Schraube gegen die Zigeuner an. Auch gut integrierte Roma-Sippen wie jene im Stadtteil Testaccio, die in Wohnwagen am Tiberufer lebten, wurden "umgesiedelt": Die Polizei eskortierte sie an den Stadtrand, wo sie ihre Wohnwagen an einer Umfahrungsstraße abstellen konnten - ohne Wasser und Stromanschluss.
"Wir sind Italiener in dritter Generation", klagt Aldo Udorovic. "Wir stehlen nicht, wir verdienen redlich unseren Unterhalt, unsere Kinder besuchen die Schule. Da wir einen anderen Lebensstil pflegen, behandelt man uns wie Bürger vierter Klasse."
Abschiebungsversprechen
Weil Alemanno sein Wahlversprechen nicht halten konnte, "mindestens 5000 Roma nach Rumänien abzuschieben", verfolgt er nun ein Ziel: Roma sollen den Blicken der Bürger entzogen und an den Stadtrand gedrängt werden.
Die Folge: Lager wie jenes von Castel Romano, in denen über 800 registrierte Roma leben, sind mittlerweile völlig isoliert.
In den Containern des staubigen Lagers ist es im Winter kalt und im Sommer unerträglich heiß. Um Proteste der Eltern in der Umgebung zu vermeiden, bringen Busse die Roma-Kinder täglich in acht verschiedene Schulen. Die letzten kommen fast zwei Stunden nach Unterrichtsbeginn in ihre Klassen. Die katholische Comunità di Sant' Egidio wirft der Regierung deshalb mittlerweile "Apartheid" vor: "Die Vorstellung, Menschen auf Lebenszeit in Lager zu verbannen, ist absurd", erregt sich deren Sprecher Paolo Ciani.
Doch Wohnungen bleiben für Italiens Roma ein unerfüllbarer Traum. Als die Gemeinde Venedig auf dem Festland bei Mestre für 40 italienische Sinti-Familien eine kleine Siedlung errichtete, blockierten Lega-Anhänger den Bauplatz und sammelten Unterschriften gegen das bereits 1997 genehmigte Projekt. Dass die Sinti bereits seit 40 Jahren dort lebten, war den Demonstranten nie aufgefallen. (Gerhard Mumelter aus Rom/DER STANDARD, Printausgabe, 25.2.2009)
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Italien hat u. hatte ein enormes Sicherheitsproblem. Politiker luegen, wissen wir. Nur neigt halt die Linke dazu, dasz sie sagt, dasz Problem gibts nicht u. die Rechte druckt G' schichterln, sie koenne es 1 2 loesen. Beides Quatsch. Solange du bei der pol. dello Stato anrufst u. sagst, unter deinem Fenster pruegeln sich welche (Sanremo, lungo mare) und die sagen, ok, die werden schon aufhoeren, wird sich nicht viel aendern
vergiss die linke. aber wer hat versprochen, das alles zu loesen? wer hat prodi und rutelli vorgeworfen, indirekt mitschuld zu sein? wer hat die stimmung geschuert? lega, an und forza italia. jetzt drauf zu kommen dass es eigentlich net so easy ist, naja, das koennen wir zwei auch. ganz schwach.
Im ORF-Weltjournal lief grad ein guter Bericht, selbst ein Sprecher des Vatikans war über den letzten Streich, die Einrichtung der Bürgerwehren, entsetzt, und ein Journalist der linksliberalen la Repubblica sprach vom Weg in den Faschismus, angesichts von Militär in den Städten, Bürgerwehren, in denen sich wohl bald die Faschos sammeln und den im Artikel geschilderte Vorgängen. Erschreckend, wenn man bedenkt, wie schnell man eine Demokratie mitten in der EU aushöhlen kann, und sich vorstellt dass Gleiches in Österreich vielleicht nur durch die internationale Aufmerksamkeit nicht passiert ist, mittlerweile FPÖ/BZÖ unter den Jungwählern aber schon wieder 40% Zustimmung haben.
die "demokratischen"-rechten benutzen die demokratie nur wie eine versklavte hure um ihre verbrecherischen ,menschenfeindlichen, verhetzungen voranzutreiben und ihre herrschaft zu festigen. menschen einer volksgruppe zuzuordnen und diese zu seperieren und als weniger "wert" zu beurteilen erinnert stark an mussolinis schergen oder nsdap.
menschenrechte:
www.unhchr.ch/udhr/lang/ger.htm
nieder mit jedem/r totalitaeren, freiheitsfeindlichem und toetlichem/r system/gesinnung.
diese hassdurchtriebenen menschen die nur blind von ihren eigenen menschlichen inkompetenz ablenken wollen und eine sichtliche persoenlichkeitsstoerung haben um das leben eines menschen als wirklich zu erkennen sind zum kotzen, und sollte widerstand geleistet werden
naja vor allem Italiens regierung trifft es am labilsten.
erschreckenderweise haben wir wieder einen Punkt erreicht der erstaunen lässt.
Militärs die die strassen kontrollieren, bettler, roma, sinti vertreiben nur um eine utopie zu erschaffen.
das ist einfach lächerlich.
reicht wohl Italien nicht, dass viele Vollzeitarbeiter bei der Suppenküche anstehen müssen...
dieser Schritt in die selbstverleugnung ist vor allem in zeiten der Wirtschaftskrise sehr besorgniserregend.
ich kann es nicht anders umschreiben
"In Ungarn herrschen Entsetzen und Empörung nach der Ermordung von zwei Roma. Nach der "Treibjagd" warnten Politiker am Dienstag vor einer "gesellschaftlichen Explosion" und "bürgerkriegsähnlichen Zuständen". Eine Roma-Familie war in der Nacht auf Montag aus ihrem brennenden Haus geflüchtet: Der Vater und sein kleiner Sohn wurden erschossen, andere Familienmitglieder verletzt. Bereits im letzten Jahr war es zu Attacken mit Todesfolge gekommen. Unterdessen wurden auch
....... hat die internationale Gemeinschaft tatenlos zugesehen, wie in Deutschland ein Teil der eigenen Bürger systematisch entrechtet wurde. 1936 sandte die ganze Welt ihre Spitzenathleten sogar nach Berlin zu einer Olympiade, obwohl die Vorfälle allgemein bekannt waren.
Italien hat zwar kein totalitäres System, aber wenn die Demokratie zum Pöbelterror verkommt, dann ist internationale Einmischung schon längst überfällig.
und die auch nur ein mal...aber Amnesty International wirds schon richten :)
P.S.:bitte nicht alles für Gold halten was pc-Standard-Heinis so schreiben...:)
-2ter Tipp:es gibt nicht nur "la Repubblica" als empfehlenswerte alt-linke Lektüre in Italien.
und zwar nach eigener Definition,ebenso ist die repubblica nach Eigendefinition "linksliberal",wobeiaber beispielsweise der österr. "der Standard" rechter steht und in Italien eher als "mittig" beschrieben werden würde.
Auch der Standard gibt gibtb übrigens die Repubblica als links (früher) bzw neu : "mitte-links" aus.
... und seine untertanen tun's ihm gleich.
sobald irgendjemand die bodenlose frechheit besitzt, den boss zu kritisieren, ist er ein kommunistischer menschenfresser ...
dass es staatsbürger gibt, die nicht des geldes wegen leben und die keine kriminellen in der regierung haben möchten, ist solchen menschen fremd.
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