Wirtschaftskrise wird ethnische Konflikte in Ungarn verschärfen

24. Februar 2009 18:52

Budapest - Das Budapester Meinungsforschungsinstitut "Political Capital" (PC) warnt davor, dass Ressentiments gegen Roma in Ungarn außer Kontrolle geraten könnten. "Ethnische Konflikte werden sich durch die ökonomische Krise weiter verschärfen, was auch gravierende Auswirkungen auf die Politik haben wird", prognostiziert PC-Direktor Krisztian Szabados.

Populistisches Anbieten radikaler Lösungen für komplexe Probleme bringe rechtsextremen Bewegungen starken Zulauf. So konnte etwa "Jobbik", der politische Arm der rechtsradikalen "Ungarischen Garde", bei Bezirkswahlen im Budapester Stadtteil Ferencváros beachtliche 8,5 Prozent erringen, obwohl ihr Potenzial landesweit nur auf drei Prozent geschätzt wird. Derartige Parteien könnten es bei EU-Wahlen sogar ins Europaparlament schaffen, schreibt "Political Capital" in der Studie. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 25.2.2009)

 

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