Stationen einer öffentlichen Forscherkarriere

24. Februar 2009, 18:15
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1903 Konrad Lorenz wird am 7. November in Wien geboren.

1922-1933 Studium der Medizin in New York und Wien (bis 1927) und danach der Zoologie in Wien. Assistent am Institut für Anatomie.

Ab 1935 Lorenz entwickelt die Schlüsselkonzepte der Ethologie. Kündigung seiner Assistentenstelle.

1938 Nach dem "Anschluss" Österreichs Beitritt zur NSDAP Ende Juni.

1940 Ordinarius für Psychologie an der Universität Königsberg. Veröffentlichung von "rassenpolitischen" Aufsätzen.

1941-1944 Soldat der Wehrmacht, Tätigkeit als Heerespsychologe und Militärpsychiater in Posen.

1944-1948 Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion.

1949 Schreibt aus Geldmangel einen Band mit Tiergeschichten ("Er sprach mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen"), der zum internationalen Besteller wird.

1950-1973 Ko-Leitung von Max-Planck-Instituten zuerst in Buldern und dann in Seewiesen.

1963 Veröffentlichung von "Das sogenannte Böse", das internationale Aufmerksamkeit erregt und heftige Debatten auslöst.

1973 Emeritierung am Max-Planck-Institut, Rückkehr nach Österreich und Verleihung des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin (gemeinsam mit Karl von Frisch und Niko Tinbergen).

1978 Erfolgreiches Engagement gegen das Kernkraftwerk Zwentendorf.

1984/85 Lorenz wird rund um den Widerstand gegen das Kraftwerk Hainburg zur Galionsfigur der Umweltschutzbewegung.

1988 Veröffentlichung von "Hier bin ich - wo bist Du?", seinem letzten Buch über Graugänse.

1989 Konrad Lorenz stirbt am 27. Februar in Wien. (tasch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25. Februar 2009)

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