Murdoch entschuldigt sich für Obama-Karikatur

24. Februar 2009, 15:49
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Zeichnung stellt Verbindung zwischen Schimpansen und US-Präsidenten her - Politiker und Bürgerrechtler sprechen von Rassismus

New York - Der Medienmogul Rupert Murdoch hat sich für eine Karikatur in der "New York Post" entschuldigt, die eine Verbindung zwischen einem erschossenen Schimpansen und US-Präsident Barack Obama herstellt. In einer am Dienstag verbreiteten Erklärung Murdochs hieß es, er entschuldige sich persönlich bei jedem Leser, der sich durch die Zeichnung verletzt gefühlt habe. Die Zeitung werde künftig feinfühliger sein.

Die Veröffentlichung der Zeichnung am vergangenen Mittwoch ist in den USA auf scharfe Kritik gestoßen. Bürgerrechtler und Politiker sprachen von einem Akt des Rassismus. Der Cartoon in der Boulevardzeitung zeigt einen Affen, der von zwei Polizisten mit mehreren Schüssen getötet wurde. Ein Sicherheitsbeamter sagt mit Blick auf das in einer Blutlache liegende Tier: "Jetzt müssen sie jemand anderen finden, der das nächste Konjunkturprogramm schreibt."

Der Karikaturist Sean Delonas bezog sich dabei offenkundig auf Obamas Konjunkturprogramm und die Erschießung eines Schimpansen in Stamford im US-Staat Connecticut. Der Bürgerrechtler Al Sharpton sah darin einen rassistischen Angriff auf Obama. Er werde mit einem Schimpansen gleichgesetzt, wie dies in der Vergangenheit häufig mit Afroamerikanern geschehen sei.

Der Chefredakteur der Zeitung, Col Allan, verteidigte die Karikatur im Hinblick auf den Zwischenfall mit dem Schimpansen als "Parodie eines aktuellen Ereignisses". Allerdings hat sich inzwischen auch die Zeitung auf ihrer Website entschuldigt. (APA/AP)

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    Die Karikatur.

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