Vier Telefonanbieter in Italien zu hohen Geldstrafen verurteilt

24. Februar 2009, 15:14
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Wegen schwerer Mängel in Bezug auf Kundeninformation

Die italienische Behörde zur Kontrolle des Telekommunikationsbereichs hat vier europäische Mobilfunkbetreiber zur Zahlung von Geldstrafen in Höhe von 2,8 Millionen Euro verurteilt. Nach Ende eines mehrmonatigen Verfahrens stellte die Behörde schwere Mängel in Bezug auf Kundeninformationen, Rufnummernmitnahme und Qualität des Dienstes fest. In einigen Fällen wurden Kunden gezwungen, auch für nicht verlangte Dienstleistungen zu zahlen. Auch für Reparaturen mussten die Kunden länger warten als die Regelungen vorsahen, urteilte die Behörde.

1,68 Millionen Euro Strafe für Vodafone

Die höchste Strafe wurde über den britischen Mobilfunkbetreiber Vodafone verhängt, der 1,68 Millionen Euro Strafe zahlen muss. Telecom Italia muss 536.000 Euro zahlen. Weitere Strafen wurden den Gesellschaft Opitel (Tele 2 Italia), BT Italia und Eutelia verhängt. Italienische Konsumentenschutzverbände, die die Behörde eingeschaltet hatten, begrüßte die hohen Strafen.

Vergangene Woche waren die Mobilfunkbetreiber Vodafone und TIM zur Zahlung einer Strafe von jeweils 500.000 Euro verurteilt worden. Die beiden Telekomm-Gesellschaften wurden beschuldigt, die Tarifpläne geändert zu haben, ohne die Kunden auf angemessene Weise informiert zu haben. Mit der Änderung der Tarifpläne seien für Konsumenten Mehrausgaben von jährlich bis zu 83 Euro entstanden. Bei einzelnen Anrufen seien die Kosten sogar bis zu 100 Prozent gewachsen.(APA)

 

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