Nycomed mit leichtem Ergebnisrückgang 2008

24. Februar 2009, 15:08
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Ebitda sank um 1,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro - Umsatz verringerte sich um 4,3 Prozent auf 3,35 Milliarden Euro

Zürich - Das dänische Arzneimittelunternehmen Nycomed, das auch einen Produktionsstandort in Linz betreibt, hat 2008 unter anderem wegen der Konkurrenz von Nachahmer-Medikamenten in den USA weniger verdient. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz verringerte sich im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf 3,35 Mrd. Euro.

Konzernchef Hakan Björklund sprach dennoch von einem "sehr zufriedenstellenden Jahr". Die wichtigsten Medikamente hätten gute Wachstumsraten erzielt. Das Magenmittel Pantoprazol habe sich allerdings schwächer entwickelt, was auf den Wettbewerb mit kostengünstigeren Generika in den USA und Kanada zurückzuführen sei.

Für 2009 gab sich Nycomed-Chef Björklund trotz der Wirtschaftskrise zuversichtlich. "Wir sind weiterhin überzeugt, dass wir auch 2009 gute Ergebnisse erzielen werden", sagte er. Die Entwicklung des Raucherlungemedikaments Daxas komme gut voran. Nycomed bereitet für das Präparat derzeit Zulassungsanträge für die USA und Europa vor.

Falls es das Mittel auf den Markt schafft, würde es mit umsatzstarken Präparaten wie Spiriva von Boehringer Ingelheim und Pfizer oder Advair von GlaxoSmithKline konkurrieren.

Die dänische Nycomed kaufte 2006 vom deutschen Altana-Konzern die Pharmasparte und siedelte deren Hauptsitz in Zürich an. (APA/Reuters)

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