Hollywood-Stars pflegen Fan-Kontakte im Web

24. Februar 2009, 13:02
posten

Berichte auf Twitter geben Einblick in Leben der Promis

Die neuen kommunikativen Möglichkeiten des Internets haben das Verhältnis zwischen prominenten Persönlichkeiten und ihrer weltweiten Anhängerschaft grundlegend verändert. Wie die New York Times berichtet, nutzt mittlerweile eine steigende Zahl von Hollywood-Celebritys Online-Plattformen wie den Micro-Blogging-Dienst Twitter, um direkt in Kontakt mit der eigenen Fangemeinde zu treten. Dass die Paparazzi-geplagten US-Superstars von dieser Art der Kontaktpflege zur Zeit sehr begeistert zu sein scheinen, zeigte sich erst kürzlich im Rahmen der 81. Oscar-Preisverleihung in Los Angeles. Dort nutzten Stars wie Demi Moore und Aston Kutcher Twitter, um ihre persönlichen Eindrücke von den Academy Awards und dem dazugehörigen Party-Rahmenprogramm online mit ihren Fans zu teilen.

Twitter

Online-Portale wie Twitter stehen dabei aus einem bestimmten Grund ganz oben in der Beliebtheitsskala der Stars: Durch sie haben Prominenten nämlich die Möglichkeit, ihren Fans einen deutlich kontrollierteren Einblick in ihr aufregendes Leben zu geben. Im Vergleich zum herkömmlichen Prozedere, bei dem der neueste Klatsch und Tratsch über Hollywood-Persönlichkeiten vorwiegend über unbeliebte Paparazzi-Fotografen an die Öffentlichkeit dringt, ist dies ein wesentlicher Vorteil. Gleichzeitig bekommt so auch die Fan-Gemeinde der Stars die Möglichkeit, einen ungeahnt persönlichen Blick auf ihre Idole und deren Leben zu erhaschen.

Wie sich im Rahmen der Oscar-Verleihung gezeigt hat, gehen die Promis recht freiherzig mit den im Web veröffentlichten Informationen um. So hat das Hollywood-Paar Kutcher und Moore die Twitter-Community nicht nur in Form von Textnachrichten über das aktuelle Geschehen am Laufenden gehalten, sondern auch Handy-Fotos und kurze Videomitschnitte veröffentlicht. Diese zeigten das Paar teilweise in sehr persönlichen Momenten wie etwa auf einer After-Show-Party, auf der sie mit verschiedenen Celebrity-Kollegen wie Penelope Cruz oder Sean Combs zu sehen sind. Dass diese Art der High-Society-Nachrichten bei der Anhängerschaft sehr gut ankommt, zeigt das rege Interesse an den online gestellten Twitter-Beiträgen. Laut New York Times locken die von den Promis ins Netz gestellten persönlichen Star-News inzwischen tausende von Nutzer auf das Micro-Blogging-Portal.

Gefahr

Dass mit diesem Trend auch eine neue Gefahr einhergeht, zeigt die zunehmende Zahl der gefälschten Star-Profile in sozialen Netzwerken, auf denen selbsternannte Celebritys falsche Informationen über Promis verbreiten. Das entsprechende Phänomen wird in Anlehnung an das bekannte Social-Networking-Portal Facebook mit dem Begriff "Facebooking" bezeichnet und trifft vor allem jene Stars, die gerade besonders populär sind. Obwohl Facebook mittlerweile sogar eigene Beobachter beschäftigt, die die Authentizität der Profile von Berühmtheiten prüfen sollen, gestaltet sich ein Vorgehen gegen die Fälscher als sehr schwierig. (pte)

 

Share if you care.