Obamas Wandel stockt

24. Februar 2009, 13:15
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Vor allem im Finanzministerium machen Personalengpässe schnelles Handeln unmöglich

Obamas Wandel stockt. Zwar konnte der neue US-Präsident im Vorfeld seiner Präsidentschaft schon viel mehr Personalentscheidungen bekannt geben, als seine Vorgänger, der Austausch der politischen Beamten in den Ministerien geht derzeit allerdings nach einem Bericht von "Der Spiegel" sehr schleppend voran. Der "Auf den ersten 100 Metern waren sie wirklich schnell", sagt auch der Politologe Paul Light der "New York Times". "Aber das ist ein 10.000-Meter-Lauf, und sie sind dramatisch langsamer geworden. Ich hätte alles gewettet, dass sie Schnelligkeitsrekorde bei der Besetzung der Positionen brechen - jetzt sieht es aus, als ob sie eher den Langsamkeitsrekord brechen."

Besonders schlimm sollen die die Personalengpässe im Finanzministerium unter Timothy Geithner sein. Dort fehlen noch fast alle politischen Beamten. Besonders brisant: durch das  787-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket und das Bankenhilfsprogramm drängt die Arbeit vor allem in diesem Ministerium. Teilweise können nicht einmal Auftritte Geithners professionell vorbereitet werden. Geithner präsentierte zum Beispiel vorige Woche einen nur schemenhaften 275 Milliarden-Dollar-Rettungsplan für Hausbesitzer.

Doch auch andere Ministerien sind betroffen. Erst zwei der 15 Vizeposten in den Ressorts sind laut Spiegel bislang besetzt. Schließlich müssen tausende politische Beamte ausgetauscht werden. Hunderttausende Bewerbung mussten sich knallharten Auswahlverfahren stellen, Hintergründe potenzieller Arbeitnehmer müssen erst durchleuchtet werden.  (red)

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