Verbindung zu US-Vizepräsident

24. Februar 2009, 18:04
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Von dem mutmaßliche Betrugsfall ist auch der österreichische Fußballer und Ex-Nationalspieler Andreas Lipa betroffen

Washington - Die Causa Stanford ist um eine Facette reicher: Ein Fonds eines Hedgefonds-Unternehmens, das von zwei Familienmitgliedern des US-Vizepräsidenten Joe Biden betrieben wird, ist von Unternehmen des mutmaßlichen Milliardenbetrügers Allen Stanford verkauft worden. Der 50 Mio. Dollar (39,1 Mio. Euro) schwere Fonds wurde gemeinsam von der Biden-Firma Paradigm Global Advisors LLC und einer Einheit der Stanford Financial Group vermarktet, berichtet das Wall Street Journal.

Die mit Stanford in Verbindung stehenden Firmen vertrieben den "Paradigm Stanford Capital Management Core Alternative Fund" an Anleger und investierten selbst etwa 2,7 Mio. Dollar in das Finanzprodukt, so die Zeitung. Eigentümer von Paradigm Global Advisors sei eine Holding von Bidens Sohn Hunter und dem Bruder des US-Vizepräsidenten, James.

Von dem mutmaßliche Betrugsfall ist auch der österreichische Fußballer und Ex-Nationalspieler Andreas Lipa - derzeit Verteidiger beim SV Magna Wienerberg in der Regionalliga Ost - betroffen. Lipa und seine britische Frau wollten sich vor rund fünf Jahren eine Luxus-Ferienheim in Orlando (US-Bundesstaat Florida) kaufen. Das Haus ist aber immer noch nicht fertig. Nun stellte sich heraus, dass hinter dem zuständigen Bauunternehmen Allen Stanford steckt. Das Paar bangt nun um die Anzahlung. (Reuters, APA, DER STANDARD, Printausgabe, 25.2.2009)

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