"Presse" verliert wie "Krone", "Kleine"

24. Februar 2009, 18:13
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Der STANDARD verkaufte im zweiten Halbjahr 2008 76.354 Exemplare - "Österreich" verliert in der Trafik - Daten als Download

Wien - Drei österreichischen Zeitungen verkauften laut Auflagenkontrolle ÖAK im zweiten Halbjahr 2008 mehr als 3000 Exemplare weniger als im ersten.

  • Die "Krone" verkaufte 3674 Exemplare weniger, bleibt aber mit 817.094 Stück noch immer einsame Spitze.
  • Die "Kleine Zeitung" (Steiermark und Kärnten) verlor 3994 Stück. Unverändert österreichweite Nummer zwei mit 272.969 verkauften Exemplaren.
  • "Die Presse" verkaufte von erstem zu zweitem Halbjahr 2008 im Schnitt 3917 Ausgaben weniger: von 83.315 Exemplare auf 79.398. Sie reduzierte Großverkäufe und verbilligte Abos; mehr weitgehend bis voll bezahlte Abos konnten das nicht auffangen.
  • Der STANDARD hielt seine Verkaufszahlen stabil mit zuletzt 76.354 Exemplaren, 421 weniger als im ersten Halbjahr 2008. Beide Qualitätstitel verkauften im Einzelhandel mehr.

Das Rennen um Platz drei hinter "Krone" und "Kleine" ist nicht einfach zu entscheiden.

  • Der "Kurier" verkauft 2534 Exemplare weniger, insgesamt nun 162.471 Stück.
  • "Österreich" meldet 167.329 Exemplare (26 mehr als im ersten Halbjahr). Doch mehr als 17,5 Prozent der Auflage (aber immerhin weniger als 35 Prozent) gehen bei dieser Zeitung in den (meist vergünstigten) Großverkauf. Also steht "Österreich" in einer anderen Verkaufskategorie der ÖAK als die übrige Zeitungswelt. Nur die Neue Vorarlberger Tageszeitung findet sich noch in dieser Kategorie.

Die Wiener Ausgabe von "Österreich" passt in keine dieser Verkaufskategorien mehr: Im zweiten Halbjahr weist ihr die ÖAK keine Verkaufsauflage aus, weil der Großverkauf mehr als 35 Prozent der Verkäufe ausmachte. Wie schon im ersten Quartal listet die ÖAK die Hauptstadtausgabe unter den Gratistageszeitungen - mehr verschenkt als verkauft. Der Kioskverkauf von "Österreich" insgesamt ging um 5756 Stück auf 44.650 Stück zurück. Die Zeitung schaffte aber deutlich mehr voll bezahlte Abos als im ersten Halbjahr.

"Woche" hält Platz eins

Unter den Wochentiteln hält die "Ganze Woche" praktisch ohne Großverkäufe und stabil Platz 1 mit 319.253 verkauften Ausgaben. Zuwächse weist die ÖAK "News" in Abo, Einzelhandel und Großverkauf aus, der dort bis zu 35 Prozent ausmacht. Ebenso legen "Format" und "profil" zu, das Montagsmagazin in der Kategorie bis 17,5 Prozent Großverkauf.

Wegen neuer Definitionen rät die ÖAK von einem Vergleich mit Daten vor erstem Halbjahr 2008 ab. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 25.2.2009)

  • Auflagenliste Jahresschnitt 2008 als PDF-Dokument.

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  • Auflagenliste 2. Halbjahr 2008 als PDF-Dokument.

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