Astronomen brauchen Hilfe

24. Februar 2009, 11:40
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Bei der Klassifizierung von Galaxien - Jeder kann zum Verständnis des Universums beitragen

Einige Astronomen haben bei ihrer Suche nach einem tieferen Verständnis von den Vorgängen im Universum derzeit ein Problem: sie haben mehr Daten als sie alleine auswerten können. Helfen kann ihnen jeder Internetnutzer, der Lust dazu hat. Er muss sich nur am Projekt "Galaxy Zoo 2" beteiligen, das Mitte Februar startete. Dabei geht es darum, Fotos von insgesamt 250.000 Galaxien zu untersuchen und eine Reihe von Fragen zu beantworten.

Beteiligung übertraf alle Erwartungen

Es handelt sich um eine Fortsetzung des ersten "Galaxy Zoo"-Projekts, bei dem im Jahr 2007 astronomiebegeisterte Internetnutzer aufgerufen wurden, bei der Einordnung von einer Million Galaxien zu helfen. Die Beteiligung übertraf alle Erwartungen. 150.000 Hobby-Astronomen aus der ganzen Welt machten mit und innerhalb von 18 Monaten gingen 80 Millionen Klassifizierungen zu den eine Million Objekten ein. Die Mehrfach-Einstufungen waren dabei durchaus erwünscht, wie die Forscher auf der Website erläutern, da sie erst daraus ablesen können, welche Einordnung richtig war und wo es vielleicht große Zweifel gibt.

"Die Reaktion der Öffentlichkeit war überwältigend", erklärte Kevin Schawinski von der Universität Yale, einer der Gründer von "Galaxy Zoo". "Mit ihrer Hilfe haben wir viel über die Entwicklung der Galaxien gelernt und wie dies in Beziehung zu ihrer Umgebung steht." Mit "Zoo 2" solle dieses Verständnis noch vertieft und erweitert werden. Dafür wurden die 250.000 interessantesten und hellsten Galaxien ausgesucht.

Über ein Blog und Twitter werden alle Beteiligten über die Arbeit auf dem Laufenden gehalten. Wer will, kann dann auch die Forschungsbeiträge lesen, die aus dieser Arbeit heraus veröffentlicht werden. (APA/AP)

 

 

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