Liebe im Netz im Test: Neun von zwölf Single-Plattformen sind "gut"

24. Februar 2009, 10:54
10 Postings

Achtung bei Klauseln und automatischer Vertragsverlängerung

Lebenslustig und frei - nicht jeder Single in Österreich entspricht dieser Vorstellung und ist zufrieden mit dem Alleinsein. Die Zeitschrift "Konsument" hat neun Partneragenturen sowie drei Singlebörsen in der virtuellen Welt getestet. Insgesamt schnitten neun mit "Gut" ab. Vorsichtig sollten Liebessuchende bei den Klauseln der Allgemeinen Geschäftsbedingungen sein, ebenso wird bei kostenpflichtigen Anbietern oft der Vertrag automatisch verlängert.

Anonymität

Partnersuche kennt keine Grenzen: In der Alpenrepublik sind etwa die Hälfte aller einsamen Herzen bei Single-Plattformen im Internet registriert, das sind rund 600.000 Personen. Unterscheiden muss man zwischen entgeltpflichtigen Partneragenturen, bei denen Mitglieder rund 15 bis 20 Partnervorschläge innerhalb von zwei Wochen erhalten, andererseits gibt es kostenlose Online-Singlebörsen, dort müssen Liebeswillige selbst suchen. Vorab ist bei jedem Internet-Dienst eine Registrierung notwendig, durch das Einloggen mittels Benutzername und Passwort soll die Anonymität der User gesichert werden.

Keine Verlängerung

Üblich ist bei kostenverbundenen Agenturen der Abschluss von Ein-, Drei-, Sechs- oder Zwölf-Monatsmitgliedschaften sowie das einmalige Bezahlen der Beträge am Beginn der Laufzeit. Ausnahme ist die Agentur "LOOOOOK": Pro Kontaktaufnahme fallen Kosten in der Höhe von 3,50 Euro an. Interessant: Lediglich eine Plattform ("ElitePartner") gab die Kosten vor dem Mitgliedsantrag an. Pluspunkte sammelten alle Testkandidaten bei der Sicherung persönlicher Daten sowie bei der Angabe der Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Homepage. Dennoch wird dazu geraten genau auf Klauseln zu achten, die die Weitergabe von persönlichen Daten für beispielsweise Werbezwecke erlauben würden. Nur drei der neun Partneragenturen ("Love4Life", "LOOOOOK" und "Love.at") verlängern den Vertrag nicht, sollte man nicht rechtzeitig kündigen.

Testsieger wurde die Agentur "ElitePartner", die zwar mit 54,90 Euro pro Monat (bei einem 3-Monats-Vertrag) die teuerste Plattform ist, jedoch mit "sehr gut" bei Handhabung, Informationsumfang und Partnerangeboten punktete. "Gut" muss aber nicht immer ins Geld gehen: Der Gratis-Dienst "websingles.at" bestach unter anderem durch zusätzlichen Serviceleistungen und Vertragsdetails. Fazit des "Konsument"-Tests: Kostenlose Angebote können durchaus mit Entgelt verbundenen mithalten.

Für Liebesuchende im Internet gilt, sich selbst realistisch darzustellen, keine überzogenen Ansprüche zu stellen sowie eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen. Und Achtung: Nicht jeder, der auf Single-Plattformen registriert ist, hat auch "ernste Absichten". (APA)

 

Share if you care.