Novell baut Linux-EntwicklerInnen ab

24. Februar 2009, 10:54
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Projekt bestätigt Kündigungen, keine genauen Angaben zum Umfang - Sowohl GNOME als auch KDE-Teams betroffen

Bereits vor einigen Wochen hatte eine Meldung über geplante Kündigungen beim maßgeblich im Linux-Bereich tätigen Softwarehersteller Novell für einige Aufregung in der Linux-Community gesorgt. Ein Bericht, dem das Unternehmen schnell eine Klarstellung folgen ließ: Mit 100 Personen - und damit nur drei Prozent der eigenen Angestellten - nehme man nur einen in Krisenzeiten vergleichsweise minimalen Arbeitsplatzabbau vor.

Linux

Dass das Thema nun erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt, liegt daran, dass sich in den letzten Wochen herausgestellt hat, dass von den Kündigungen erstmals auch die Linux-Abteilung von Novell spürbar betroffen ist. Nach unbestätigten Berichten sollen rund 30 an openSUSE tätige EntwicklerInnen entlassen worden sein.

Verkündung

Da dies einige der Betroffenen bereits in ihren Blogs oder per Twitter bekannten gegeben haben, ist auch klar, dass sich die Kürzungen durch alle Teil-Projekte zu ziehen scheinen. So hat das Unternehmen sowohl an GNOME als auch an KDE arbeitende EntwicklerInnen gekündigt, eine Vereinheitlichung auf einen Desktop will man also auch in Krisenzeiten vorerst nicht vornehmen.

Einschätzung

Durch die aktuellen Berichte sah sich nun auch das openSUSE-Team dazu veranlasst eine öffentliche Stellungnahme abzugeben. Auf der Mailing-Liste des Projekts bestätigt man die Stellenkürzungen von Seiten Novells, betont gleichzeitig aber, dass man den Eindruck hat, dass das Unternehmen weiterhin voll und ganz hinter der Community-Distribution steht. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 24.02.2009)

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