Üppiger Heringssalat

24. Februar 2009, 10:17
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Fischsalate im "Konsument"-Test - Hohe Preisunterschiede - Zwei von dreizehn Proben nicht einwandfrei

Wien - Spätestens zu Beginn der Fastenzeit kommt Heringssalat als Traditionsgericht auf den Tisch. Fischsalate sind erfahrungsgemäß sehr heikel und können bei nicht sachgemäßer Lagerung  rasch verderben. "Konsument" hat daher die Qualität von 13 Heringshäppchen - offen und verpackt - untersucht. Das Resultat: Ein Produkt schied bereits bei der Expertenverkostung als verdorben aus, ein anderes konnte bei der bakteriologischen Untersuchung nicht überzeugen. Die Salate sind zudem oft sehr fett und salzig. Dennoch kann sich das Ergebnis insgesamt durchaus sehen lassen: Acht Produkte schneiden "sehr gut" ab, fünf davon erhalten die volle Punktezahl. Die Preisunterschiede sind aber enorm.

Kühltemperatur entscheidend

Bereits eine Probe schaffte den ersten Durchlauf nicht und landete bei der Bewertung von Geruch und Aussehen umgehend im Mistkübel: Die abgepackten Heringsfilets von "Ozean" waren verdorben und wurden daher auch nicht verkostet. Eine weitere, offen angebotene Feinkost-Probe einer Merkur-Filiale bestand zwar die Geschmacksprobe, bei der bakteriologischen Prüfung fanden sich aber unter anderem große Mengen an Hefen. Bezüglich Feinkostsalaten rät "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Nina Zellhofer generell: "Den eigenen Sinnen vertrauen und offene Ware möglichst innerhalb von 24 Stunden verspeisen. Zudem sollte man nach dem Kauf auf eine durchgehende Kühlung der Ware achten. Auch ein Blick auf das Thermometer im Kühlregal kann nicht schaden. Zeigt es mehr als 6 Grad Celsius, dann Hände weg vom Fischsalat."

Frisch aber salzig

Dennoch: Das Gros der getesteten Salate kann überzeugen. Im Preis-Leistungsverhältnis voran liegen bei den abgepackten Produkten die Fischsalate von drei Diskontern. Hier wurden jeweils hundert Punkte erreicht. Ebenfalls die volle Punktezahl erzielten zwei Feinkostsalate von der Theke (Interspar, Nordsee). Im Vergleich zur verpackt angebotenen Ware wird hier aber der große Preisunterschied deutlich: Heringssalate aus der Feinkost sind generell mehr als doppelt so teuer - wohl nicht zuletzt aufgrund des höheren Fischgehalts. Bezüglich Fett- und Salzgehalt nivellieren sich dagegen die Unterschiede wieder: Fast alle Produkte weisen hohe Fettwerte auf, womit Heringssalate wohl kaum als Fastenspeise durchgehen. Bessere Ergebnisse gibt es noch beim Salzgehalt. Doch auch hier finden sich einige Produkte, die reichlich versalzen sind.

Die Testergebnisse im Detail gibt es ab dem 26. Februar im März-"Konsument" und ab sofort auf www.konsument.at

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    Der Heringssalat zählt zu den traditionellen Fastenspeisen

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