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Vor rund 55 Jahren, als der Transatlantikverkehr primär noch von Schiffsreisenden bestimmt wurde, war der Import gefährlicher Krankheitserreger durch reisende Infizierte eine Rarität. Die Fahrt über den Atlantik war einfach zu lang, verglichen mit der Inkubationszeit und Dauer der meisten Infektionskrankheiten. Bei der Ankunft in Amerika waren die europäischen Patienten entweder längst schon gesundet oder verstorben.
Heute gelangen Mensch, wie todbringender Erreger mit rasender Fluggeschwindigkeit rund um den Erdball. Die Welt fürchtet sich vor SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) oder Vogelgrippe-Epidemien, interkontinental über den Luftverkehr weiter verbreitet. Abgesehen von diesen bedrohlichen Pandemien wird aber auch jeder weit harmlosere Infekt gerne im Kontext mit dem Transportmittel Flugzeug betrachtet.
Krank fliegen verboten
Vorweg: Potentiell ansteckende Patienten dürfen in Linienflugzeugen nicht transportiert werden. Wunderbar. Wer aber kann garantieren, ob sich nicht doch infektiöse Menschen unerkannt unter den Passagieren befinden? Ohne jemandem Vorsätzlichkeit zu unterstellen, besteht auch die Möglichkeit, dass Erkrankte von der eigenen Erkrankung nichts wissen. Oder aber die Infektion manifestiert sich erst während des Fluges.
Nur keine Panik. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Mikroorganismen bis in die kleinsten Winkel einer Flugzeugkabine verteilen, ist unwahrscheinlich. Um genau zu sein, die Luftzirkulation an Bord macht eine die flächendeckende Ausbreitung von Krankheitserregern praktisch unmöglich. Longitudinale Luftbewegungen finden nämlich nicht statt. Die Frischluft die über einer Sitzreihe eintritt, verlässt die Kabine exakt an der gleichen Sitzreihe, nur eben unten. Diese Art der horizontalen Luftführung transportiert so gut wie keine Keime von ansteckenden Passagieren längs durch den Flieger. Nur der unmittelbare Sitznachbar wird vielleicht zum Problem.
Und überhaupt: Die Luftqualität in Passagierflugzeugen ist eigentlich ziemlich gut. Während am Flughafen fünf mal stündlich ein Luftaustausch stattfindet, wird oben im Himmel 20 mal jede Stunde gewechselt. Ein HEPA (high efficiency particulate air) Filter reinigt die Bordluft außerdem gründlich, während die Klimaanlage die Temperatur reguliert, den nötigen Kabinendruck erzeugt und unangenehme Gerüche entfernt.
Sauber aber trocken
Die Frischluft an Bord ist direkt der kalten trockenen Außenluft entnommen. Dementsprechend trocken ist auch drinnen das Klima. 10-20% Luftfeuchtigkeit herrscht in der Flugzeugkabine, als behaglich wird jedoch erst 60% empfunden. Dass auf billigen Plätzen die Luft feuchter ist, lässt sich erklären. Der Mensch selbst feuchtet beim Ausatmen die Umgebungsluft an. Die niedrigere Frequentierung der Bussiness Class schlägt sich daher auch in der Luftfeuchtigkeit nieder.
Wo man seiner Gesundheit weniger schadet, ist nicht eindeutig. Denn einerseits führt die niedrigere Luftfeuchtigkeit zwar zur schnelleren Inaktivierung böser Erreger. Andererseits macht die trockene Luft aber auch Schleimhäute trocken und rissig und damit anfälliger für eine Infektion. Verglichen mit anderen Massenverkehrsmitteln, wie Zug oder U-Bahn, ist Wahl des Sitzplatzes im Flugzeug aber so gut wie egal, denn das Risiko sich zu infizieren ist in jedem Fall deutlich geringer. (phr, derStandard.at, 27.02.2009)
Link
Studie: Transmission of infections during commercial air travel
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das sollte man unbedingt nochmals lesen!
die luft wird 20mal pro stunde umgewälzt, aber nicht komplett ausgetauscht sondern immer nur gefiltert temperiert und nur ein teil wird ausgetauscht. zu energieintensiv ist das verdichten der luft von z.b. 0,5bar außendruck auf 1bar kabinendruc bevor sie in die kabine eingeleitet wird. die longitudinalströmung hört sich sehr wissenschaftlich an,problem ist aber dass die ganze luft sowieso durch einen filter muss und dort die bakterien prächtig gedeihen.
Das könnte sich mit der Einführung des Münzklostetts, wie es Ryanair vormacht ja bald ändern...
"Ryanair erwägt Toilettengebühr an Bord
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Ich drehe die Lüftung zu, habe immer eine Jacke und einen Pulli dabei, verwende die Decke, trinke mindestens 3 Liter Wasser auf der Langstrecke, verzichte auf Alkohol, verzichte auf Rauchpausen am Klo und werde trotzdem fast immer krank von dieser besch... Klimaanlage!
Die Luft ist zu KALT, TROCKEN und viel zu viel in BEWEGUNG!
die aussenluft die den turbinen entnommen wird hat -20° und enthält ca.3g Wasserdampf pro m³ und wir dann auf 20° erwärmt. luft mit 20° hat bei 100% luftfeuchte ca. 30g Dampf pro m³. die luft im flugzeug hat aber durch die erwärmung keine feuchtigkeit gewonnen und hat immernoch 3g von max 30g, also lediglich 10% relative luftfeuchtikeit. diese extrem trockene luft führt zum verdampfen jeglicher feuchtigkeit auf der haut und ihre körperoberfläche kühlt durch den entzug der verdampfungsenergie ab, ohne zu schwitzen. das gesicht können sie mit einer feuchtigkeitscreme schützen, den rest der haut müssen sie möglichst luftdicht abdecken ( rollkragenpulli, hoody). nur die düsen zudrehen hilft nicht, die luft ist überall gleich trocken
Das mit der niedrigen Luftfeuchtigkeit wird - soweit ich weiss - auch deshalb gemacht, damit das Flugzeug "haltbarer" wird. Keine Feuchtigkeit, kein Rost.
Da der Dreamliner jedoch zu einem Grossteil aus Karbon (glaub ich) gefertigt wird, hat man dort dieses Problem nicht mehr und kann die Luftfeuchtigkeit im Innern erhöhen.
Hab ich mal irgendwo gelesen. Aber ich bin Arzt und kein Flugzeug-Ingenieur.
Tragen Sie an Bord eine Trainingsjacke mit großer Kapuze.
Die meisten Verkühlungen holen sich die Passagiere wegen der Zugluf von oben nach unten.
Wenn Sie aber die Kapuze aufsetzen, sieht halt komisch aus, dann ersparen Sie sich in den meisten Fällen die Verkühlung.
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