Sparpaket geplant

24. Februar 2009, 09:08
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ÖBB-Chef Peter Klugar muss 100 Millionen Euro einsparen. Strecken und Standorte werden überprüft, Kündigungen soll es keine geben

ÖBB-Chef Peter Klugar glaubt in den nächsten eineinhalb Jahren 100 Millionen Euro einsparen zu müssen, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Man werde niemanden kündigen, aber "doch ein Maß an Flexibilität verlangen". So werde mit dem Betriebsrat verhandelt, dass Mitarbeiter aus dem Güterverkehr auch in der Infrastruktur arbeiten können.

Geprüft werden laut dem Bericht auch Standorte und Strecken. Vor allem in der Nacht werde man, wenn möglich, die Strecken schließen, wie etwa zwischen St.Valentin und Hieflau, so Klugar. Vor etwas weniger als einem Jahr hat der Aufsichtsrat den Totalumbau des ÖBB-Konzern angekündigt. Die eigene Personalgesellschaft DLG sollte aufgelöst werden, über eine Fusion der Infrastrukturteile für Bau und Betrieb wurde nachgedacht. Als Zeitpunkt wurde der 1. Jänner 2009 genannt. Mittlerweile gebe es Pilotprojekte, die man rasch umsetzen könne, sobald das Gesetz adaptiert sei, so Klugar laut dem Bericht. Über die DLG werde es in der nächsten Aufsichtsratssitzung eine Entscheidung geben.

1,8 Milliarden Euro wollen die Staatsbahnen in den Neubau von Strecken, wie den Ausbau der Westbahn, im Bereich das Unterinntals, der Koralmbahn stecken. Besonders wichtig sei aber die Modernisierung des bestehenden Netzes, so Klugar, er auf den Beschäftigungseffekt dieser Investitionen hinweist. Schätzungsweise 30.000 Arbeitsplätze würden damit gesichert.

Rail Cargo Austria, die Güterverkehrstochter der ÖBB fürchtet - bedingt durch den Konjunktureinbruch - ein Zehntel des Frachtaufkommens zu verlieren. (red)

 

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