Der Desktop steht im Mittelpunkt

23. Februar 2009, 18:09
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Virtualisierungsmesse eröffnet am Dienstag in Cannes - Als wichtigsten Wachstumsmarkt streicht man immer deutlicher den Desktop-Bereich heraus

Mit sonnigem Wetter und frühlingshaften Temperaturen empfängt das südfranzösische Cannes in diesen Tagen die zentrale europäische Virtualisierungsmesse: Zum zweiten Mal in Serie findet die VMworld Europe an jenem Ort statt, der sonst vor allem für seine Filmfestpiele bekannt ist. Ab Dienstag werden mehrere tausend IT-ExpertInnen den Vorträgen im "Palais des Festivals" lauschen und sich über neue Trends im Virtualisierungsbereich informieren.

Thematisch

Die zentral Themen folgen dabei der im letzten Herbst vorgegebenen Stoßrichtung: Da wäre zunächst ein mal das Virtual-Data-Center-OS (VCD-OS), das der Hersteller selbst auch gerne als "Betriebssystem für die 'Wolke'" bezeichnet.  Die diversen Aufgaben sollen dabei vollautomatisch verteilt werden und zwar nicht nur innerhalb eines Rechenzentrums sondern auch auf andere "Clouds" -ob intern oder extern soll künftig keine Rolle mehr spielen. Das Management für dieses ambitionierte Unterfangen übernimmt eine neue Version der VMware Infrastructure - oder vSphere wie man das ganze konsequenterweise nun nennt.

Desktop

Doch auch, wenn man den allergrößten Teil der eigenen Einnahmen im Server-Bereich macht, als Zukunftsmarkt sieht man den Desktop, wie das Unternehmen nicht zu betonen müde wird. Mit eigenen Angeboten will man hier nicht weniger als von einer "Geräte-zentrischen" Welt zu einem "User-zentrischen" Ansatz zu kommen. Der Desktop wird per VMware View zum zentral angebotenen Service, bei dem es egal ist von welchem Endgerät darauf zugegriffen wird - automatische  Synchronisierung für die Offline-Nutzung inbegriffen.

Umsetzung

Damit dies auch wirklich funktioniert muss man freilich erst einige technologische Hürden überwinden, ein Desktop, der in der Funktionalität gegenüber einer "nativen" Lösung beschnitten ist, ist schließlich kein sonderlich gutes Verkaufsargument. Entsprechend stehen auf der momentanen Roadmap unter der Vorgabe "Bessere User-Experience" auch Themen wie HD-Video und 3D-Unterstützung für virtuelle Maschinen ganz oben. Ein Unterfangen für das man sich vor einigen Monaten zusätzliches Know-How in Form des Softwareherstellers Tungsten Graphics geschnappt hat. (Andreas Proschofsky aus Cannes, derStandard.at, 23.02.2009)

  • "Virtually anything is possible" - die VMworld Europe 2009 ab Dienstag zu Gast in Cannes
    foto: andreas proschofsky

    "Virtually anything is possible" - die VMworld Europe 2009 ab Dienstag zu Gast in Cannes

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