Orbán wirft Westen Vertragsbruch vor

23. Februar 2009, 17:53
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Ex-Premier: "Historischen Pakt" verletzt

Budapest - Ungarns Medien interessierte am Europa-Diskurs im Wiener Burgtheater, veranstaltet von der Standard, Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Erste Stiftung und Burgtheater, vor allem die Kritik des ungarischen Ex-Premiers Viktor Orbán am westeuropäischen Krisenmanagement. hvg-online berichtete, dass Orbán die "Verletzung" des "historischen Pakts" kritisiert habe, den der Westen zu Wendezeiten mit Osteuropa geschlossen habe.

Die Einigung vor 20 Jahren habe beinhaltet, dass der Westen die profitabelsten Industriezweige im Osten aufkaufen dürfe. Dafür habe der Westen versprochen, die östlichen Finanzsysteme zu unterstützen. Diesen Pakt verletzte der Westen nun, indem es die eigenen Banken verstaatliche und dadurch den östlichen Banken einen Wettbewerbsnachteil verursache: "Solange das (ungarische) Bankensystem Profit gebracht hat, haben sie (die Westler) diesen stets in die eigene Tasche gesteckt." Gegenüber HVG bekräftigte Orbán, dass auch die Österreicher Teil des Paktes seien, weil ihre Banken in Ungarn eine große Rolle spielen. (kl/DER STANDARD, Printausgabe, 24.2.2009)

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