Zusätzliche US-Soldaten vor allem für Süden des Landes vorgesehen

23. Februar 2009, 17:09
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ISAF: Weitere Truppen für Präsidentenwahl im August benötigt

Kabul - Die 17.000 zusätzlich von US-Präsident Barack Obama nach Afghanistan beorderten Soldaten sollen hauptsächlich in den Unruheprovinzen im Süden des Landes eingesetzt werden. Die Planungen seien noch nicht vollkommen abgeschlossen, die meisten der US-Soldaten würden jedoch in den Provinzen Kandahar, Helmand und Sabul stationiert, sagte der stellvertretende Befehlshaber der NATO-Truppe ISAF, der Brite Jim Dutton, am Montag vor Journalisten. Obama hatte in der vergangenen Woche 17.000 zusätzliche Soldaten für Afghanistan angekündigt.

Aufgaben der US-Verstärkung seien die Sicherung der Grenze zu Pakistan sowie die Ausweitung der Kontrolle im Süden Afghanistans, sagte Dutton. Es gebe in der Region zwar sichere Gebiete; diese hätten bislang jedoch nicht zu einem zusammenhängenden Territorium ausgeweitet werden können. Mit den zugesagten 120 zusätzlichen Hubschraubern könne zude die Mobilität der Truppen in der Region verbessert werden, sagte Dutton. Besonders die Provinzen Helmand und Kandahar sind Hochburgen der radikalislamischen Taliban. Das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet gilt als Rückzugsgebiet islamistischer Aufständischer.

Für die Sicherung der afghanischen Präsidentschaftswahl im August würden einige tausend weitere Soldaten benötigt, sagte Dutton. Der Brite zeigte sich zuversichtlich, dass die benötigten Truppen von den beteiligten Staaten gestellt würden. Deutschland hatte in der vergangenen Woche bereits die Entsendung 600 weiterer Bundeswehrsoldaten zugesagt, davon 200 für die Sicherung der Wahl.

Derzeit beteiligt sich die Bundeswehr mit rund 3500 Soldaten an der NATO-geführten Afghanistan-Truppe ISAF. Das deutsche Afghanistan-Mandat erlaubt bis zu 4.500 Soldaten. Insgesamt sind im Rahmen des ISAF-Einsatzes sowie der US-geführten Koalition bereits 70.000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert, von ihnen gehören 38.000 der US-Armee an. (APA)

 

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