Finanzspritze belebt Austria-Akademie

23. Februar 2009, 17:07
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Der Wiener Gemeinderat gab Grünes Licht für die neue violette Nachwuchs-Schmiede. Die Subvention beträgt 7,9 Millionen Euro

Wien - Der Wiener Gemeinderat hat in seiner Montag-Sitzung im Rathaus Grünes Licht für die neue violette Nachwuchs-Akademie gegeben. Mit dem gefassten Beschluss über eine Subvention von 7,9 Mio. Euro (6,6 Mio. Euro netto) wird auf einem Gelände in der Nähe des Horr-Stadions die neue Schmiede für Fußball-Talente des FK Austria Wien entstehen. Es handelt sich um das Areal Laaer-Berg-Straße 143, das der Stadt Wien gehört und bisher vom ESV Südost gepachtet war.

Hollabrunn k.o.

Österreichs Rekord-Cupsieger aus Wien-Favoriten muss eine neue Akademie aufbauen, weil die Zusammenarbeit mit Frank Stronachs Hollabrunner FSA mit Saisonende ausläuft, aber der Verein eine Akademie bzw. ein Nachwuchszentrum unbedingt benötigt, um die ÖFB- bzw. Bundesliga-Kriterien zum Erlangen einer Spiellizenz zu erfüllen. Nachdem die Austrainer die Wendstattgasse als Partnerschule schon gefunden haben, steht der raschen Errichtung der Austria-Akademie jetzt nichts mehr im Weg. Der Baubeginn ist für Anfang Juli, die Fertigstellung für Ende des Jahres geplant.

Um das Anforderungsprofil für die am 16. März beginnende Liga-Lizenzierung zu erfüllen, müssen auf der ESV-Anlage drei Spielfelder, davon eines mit Kunstrasen, und eine Halle (44 x 22 m) gebaut werden. Zur Infrastruktur zählen Kabinen, Fitness-Räume etc. "Mit den 6,6 Millionen errichten wir als Austria auf dem Grund der Gemeinde alles, wobei wir kostenoptimal arbeiten lassen werden", sagte Markus Kraetschmer, der für den wirtschaftlichen Bereich zuständige Austria-Vorstand.

Betriebskosten 1 Million Euro/Jahr

So wird auf der ehemaligen ESV-Anlage auf den Bau einer ebenfalls erforderlichen Zuschauer-Tribüne verzichtet. "Wir werden unsere Bewerbsspiele der U15, 17 und 19 auf dem WFV-Platz austragen und hoffen schon ab September auf den ESV-Plätzen mit den Akademie-Mannschaften trainieren zu können", meinte Kraetschmer, der die jährlichen Betriebskosten im neuen Nachwuchszentrum mit rund einer Million Euro angibt. In diesem Betrag, den zur Gänze der Verein aufbringt, sind Gehälter für Trainer, Masseure, Platz-, Zeugwart sowie Pacht, Reisen der Mannschaften zu Auswärtsspielen, Wasser, Strom etc. enthalten.

Parallel zur Installierung der neuen Austria-Wien-Akademie (AWA) wird derzeit gerade auch der im Herbst eröffneten neuen Osttribüne der letzte Schliff verliehen. "Jetzt wird dem Bau das Innenleben eingehaucht", sagte Kraetschmer über die mächtige Tribüne, für deren Kosten von insgesamt 10 Mio. Euro "knapp zur Hälfte Austria selbst" aufgekommen ist. Trotz der Absage des Sturm-Heimspiels war am Samstag anlässlich des Testspiels gegen Ostbahn XI erstmals das Viola-Pub und -Cafe geöffnet. Der Fanshop sperrt mit dem LASK-Spiel am 7. März, das Austria-Museum Anfang April auf. (APA)

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    Bürgermeister Michael Häupl und die Gemeinde Wien unterstützen die Austria bei der Gründung einer neuen Akademie.

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