Rath muss Neuerwerb in Leoben wieder schließen

23. Februar 2009, 16:45
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Fabrik mit 28 Leuten sperrt zu - 700.000 Euro Verlust 2008

Wien - Der börsenotierte Feuerfestproduzent Rath AG muss ein erst Anfang 2007 erworbenes Werk in Leoben wieder zusperren. Im vergangenen Jahr 2008 hat das noch in Familienhand befindliche Unternehmen mit 86,7 (82,7) Mio. Euro noch um gut sieben Prozent mehr Umsatz gemacht, muss aber einen Vorsteuerverlust von 700.000 Euro hinnehmen.

Das operative Ergebnis EBIT wird zwar immer noch plus 3,4 Mio. nach 4,1 Mio. Euro betragen, durch Abschreibungen und Sonderaufwendungen für Leoben kommt es aber zu Sondereffekten, die das Vorsteuerergebnis mit 700.000 Euro in die roten Zahlen führen, teilte das Unternehmen am Montag ad hoc mit. Bei dem Feuerleichtstein-Werk, das zuletzt 28 Mitarbeiter beschäftigte, handelt es sich um eine kürzlich von Styrokeram erworbene Fabrik, mit der man in Zeiten der Hochkonjunktur die Kapazität erweiterte. Nun soll die Schließung die erwarteten Nachfragerückgänge kompensieren bzw. die "Effizienz der zwei bestehenden Werke aufrechterhalten".

Schon im vierten Quartal haben Kunden "mit der Verschiebung von Aufträgen in das Jahr 2009" begonnen, für "drastische Umsatzrückgänge sind in allen Bereichen Pläne zur Kostenreduktion erarbeitet worden." Genauere Prognosen wollte Vorstand Georg Rath am Montag keine machen, dies wäre "im aktuellen Umfeld tollkühn". Rath macht derzeit aber nur mehr 30 Prozent seines Umsatzes mit der Stahlindustrie. (APA)

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