Neuer offener MR-Brustscanner

23. Februar 2009, 16:38
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Besonders für übergewichtige Frauen ist Scanner angenehmer

Wien - In Österreich erkrankt durchschnittlich jede achte Frau an Brustkrebs. Jährlich werden rund 5.000 neue Fälle diagnostiziert. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist zwar teuerer als die Vergleichsuntersuchungen, sie findet jedoch aufgrund der relativ hohen Treffsicherheit immer mehr Anwendung bei der Brustkrebs-Vorsorge und der Nachsorge von Patientinnen. Werden Brustkrebs-Patientinnen etwa auf Tumore in der anderen Brust untersucht, liefert die Magnetresonanz-Tomographie zuverlässigere Ergebnisse als die in der medizinischen Praxis bislang angewandte Mammographie und der Ultraschall.

Neues MRT-System

Speziell für die Brustbildgebung hat Siemens das MRT-System Magnetom Espree-Pink entwickelt, das auf dem Europäischen Radiologenkongress von 6. bis 10. März in Wien präsentiert wird. Das Gerät macht die Untersuchung für Patientinnen besonders durch seine offene Bauweise angenehmer. Mit einem Durchmesser von 70 Zentimetern ist die Magnetöffnung zehn Zentimeter größer als bei oftmals üblichen Systemen. Für Patientinnen, die in bisherigen Geräten ein Gefühl der räumlichen Enge empfunden haben, ist diese Bauweise ein enormer Vorteil. Zudem bietet der Scanner auch für übergewichtige Patientinnen ausreichend Raum. Patientinnen sind während Brustuntersuchungen und Biopsien mit MR oft nervös, der größte Vorteil ist daher der offene Zugang. (red)

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