Microsoft und Citrix verbünden sich gegen VMware

23. Februar 2009, 14:06
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Xen-Server wird kostenlos abgegeben - Microsoft managet künftig auch Xen, Citrix auch Hyper-V

Einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Virtualisierungsmesse VMworld Europe versuchen die Mitbewerber dem Veranstalter VMware ein stückweit die Show zu stehlen: Die Unternehmen haben eine vertiefte Zusammenarbeit bekannt gegeben, die durchaus als Bündnis gegen den Marktführer interpretiert werden kann.

Management

Zentraler Bestandteil davon ist die Interoperabilität zwischen den jeweiligen Management-Tools. So plant Citrix im April die Veröffentlichung eines neuen Management-Tools für virtualisierte Umgebungen - die Citrix Essentials. Diese sollen von Start weg aber nicht nur Xen-Server sondern auch Hyper-V von Microsoft unterstützen.

Schrittweise

Im Gegenzug wollen die Redmonder den umgekehrten Schritt machen: Die nächste Version des eigenen "System Centers" soll neben dem eigenen Angebot und VMwares ESX auch Xen-Umgebungen managen können. Außerdem will man die "Citrix Essentials for Hyper-V" über die eigenen Vertriebskanäle anbieten.

Server

Wie bereits vorab berichtet hat Citrix außerdem noch eine weitere zentrale Neuerung bekannt gegeben: Der bislang kommerziell vertriebene Xen Server soll ab April kostenlos abgegeben werden, einige der fortgeschrittenen Fähigkeiten - etwa die High Availability-Fähigkeiten - sollen allerdings in die Citrix Essentials wandern. Diese sollen für 1.500 bis 5.000 US-Dollar pro Server erhältlich sein.

VMware

Abzuwarten bleibt, wie VMware auf diese neue Herausforderung reagiert, im Vorfeld der VMworld in Cannes betont man derzeit immer wieder die Relevanz von offenen Standards und guter Zusammenarbeit mit dem Mitbewerb. Bislang hatte man immer darauf bestandenen nur den eigenen Hypervisor managen zu wollen, dieser sei der Konkurrenz einfach zu weit voraus - so die jahrelange Argumentation. (Andreas Proschofsky aus Cannes, derStandard.at, 23.02.2009)

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