Baby misshandelt: Anklage abhängig von Gutachten

23. Februar 2009, 13:47
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23 Knochen gebrochen - Medizinische und eine psychologische Expertise noch ausständig

Klagenfurt - Das Gutachten im Fall jenes 19-jährigen Klagenfurters, der seinem Sohn 23 Knochen gebrochen haben soll, ist noch ausständig. Der Verdächtige bleibt weiter in U-Haft, es habe bereits Vernehmungen gegeben. Wie die Anklage genau lauten werde, sei aber von der Expertise abhängig, erklärte Helmut Jamnig, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, am Montag gegenüber der APA.

Vergangenen Samstag ist bekannt geworden, dass der junge Kärntner sein sieben Wochen altes Kind so lange geschüttelt haben soll, bis 23 Knochen gebrochen waren. Das Ermittlungsverfahren gegen den Vater läuft, das Baby befindet sich bei einer Pflegefamilie. Dauerfolgen aufgrund der Misshandlung werden ausbleiben.

"Meines Wissens sind zwei Gutachten ausständig, ein medizinisches und ein psychologisches", sagte Jamnig. Diese wären auch Voraussetzung für die Anklage. Anhand der Gutachten würden beispielsweise Verletzungsmechanismen geklärt. Trotz der bereits erfolgten Einvernahmen des Vaters gibt es zum Tathergang keine Auskünfte der Anklagebehörde. Auch zur - bisher ungeklärten - Rolle der Mutter in der Causa gibt es noch keine Details. "Die Ermittlungen sollen ein Gesamtbild ergeben", sagte der Staatsanwalt.

"Dem Bub geht es den Umständen entsprechend gut. Er befindet sich in einer liebevollen Umgebung und wird liebevoll umsorgt", berichtete Christine Gaschler-Andreasch, Leiterin der Jugendwohlfahrt in Kärnten. Für seine Zukunft gäbe es die Frage zu klären, ob eine Rückführung zu den leiblichen Eltern möglich wäre. Dies wäre aber noch verfrüht, meinte Gaschler-Andreasch. (APA)

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