Triple-A-Rating für Österreich stabil

23. Februar 2009, 13:32
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Höchste Bonitätsstufe käme nur unter Druck, wenn Bankenhilfspaket nicht ausreicht - Auch Fitch sieht noch Spielraum im Staatshaushalt

Wien - Die Ratingagentur Standard & Poors hält am Triple-A Rating für Österreich fest. "Unser derzeitiges AAA-Rating hat einen stabilen Ausblick", teilte der S&P Analyst Alois Strasser laut Reuters am Montag mit. Das Rating könnte allerdings "unter Druck kommen, sollte die Verschuldung stärker steigen und das Bankenhilfspaket, für das derzeit 15 Mrd. Euro an Kapitalmaßnahmen vorgesehen sind, nicht ausreichen". Dafür gebe es aber keine Anzeichen. Auch die Ratingagentur Fitch sieht Gefahr für die höchste Bonitätsstufe nur, wenn sich die Krise in Osteuropa dramatisch verschlechtere.

S&P erwartet dem Bericht zufolge, dass das Bankenhilfspaket zu einer "weitreichenden Kapitalzufuhr" führen, aber ausreichen wird. Außerdem werde das österreichische Budgetdefizit 2009 und 2010 die von der EU angestrebte Drei-Prozent-Grenze nicht überschreiten.

Fitch zeigte sich laut Reuters zwar besorgt über die Verflechtung Österreichs mit Osteuropa, gestand aber zu, dass Österreich beim Staatshaushalt weiter Spielraum habe. Die höchste Bonitätsstufe "Triple-A" könne unter Druck geraten, wenn sich die Krise in Osteuropa dramatisch verschlechterte.

Ein Bericht der Ratingagentur Moody's, die warnte, dass sich die Finanzkrise in Osteuropa auf Banken im Westen auswirken könnte, die dort aktiv sind, hatte im Markt Schockwellen ausgelöst. Aktien von Unternehmen mit starkem Engagement in Osteuropa verloren danach stark, zugleich stiegen die Risikoaufschläge auf österreichische Anleihen und CDS auf Rekordhöhe. Die "Triple-A" Bewertung Österreichs sei durch die Verflechtung mit Osteuropa jedoch nicht in Gefahr, befand Moody's. (APA)

 

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