"Fast das Maximum herausgeholt"

23. Februar 2009, 12:52
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Leiter der Austrian Film Commission ist "stolz auf Götz und sein Team" - ÖFI-Chef Teichmann: "Das Herz hofft ja doch insgeheim..."

Los Angeles - Mit durchaus gemischten Gefühlen haben zwei offizielle Repräsentanten der österreichischen Filmbranche, Filminstituts-Direktor Roland Teichmann und Austrian-Film-Commission-Leiter Martin Schweighofer, die entgangene Oscar-Chance in Hollywood miterlebt. "Das Herz hofft ja doch insgeheim - und wenn es dann nicht eintritt, ist man natürlich schon ein bisschen enttäuscht", gestand Teichmann gegenüber der APA. Für Schweighofer wurde "fast das Maximum herausgeholt - das ist schon unglaublich befriedigend".

"Wenn das kein Star wird, ..."

Ursprünglich sei angesichts des knappen Werbe-Etats überhaupt nur zu hoffen gewesen, "dass wir es auf die (Anm.: neun Filme umfassende) Shortlist schaffen", so der AFC-Chef. "Mit dem Wenigen, das wir zur Verfügung hatten, haben wir unheimlich viel richtig gemacht." Schon mit der Nominierung sei nicht zu rechnen gewesen, und schlussendlich "geht es nicht drum, ob man gewinnt oder nicht - da spielen einfach viele Elemente mit, und wir hatten nichts zu verlieren." Schweighofer zeigte sich "stolz auf Götz und sein Team - vor allem Johannes Krisch: Wenn das kein Star wird, dann weiß ich nicht."

"Auf jeden Fall sensationell"

Für Teichmann wäre ein zweiter Oscar "absolut schön gewesen". Trotzdem sei die Tatsache, dass man auch heuer wieder in dieser Liga mitgespielt habe, "für Österreich auf jeden Fall sensationell". Bei seinem zweiten Miterleben der Gala kam dem ÖFI-Chef "schon einiges bekannt vor". Die Stimmung von vergangenem Jahr und heuer sei "schwer vergleichbar, weil die Ausgangsposition auch anders war. Aber natürlich, die Stimmung war letztes Jahr natürlich extrem gut." Und auch wenn er natürlich auf einen weiteren Oscar-Auftritt im kommenden Jahr hofft - "für mich muss das nicht mehr sein".

Ein Augenblick Freiheit

Die österreichische Einreichung für den besten nicht-englischsprachigen Film im kommenden Jahr wird im August bekanntgegeben. Als heiße Kandidaten werden schon jetzt Arash T. Riahis "Ein Augenblick Freiheit" oder auch der im Mai erscheinende Film von Michael Haneke, "Das weiße Band", gehandelt. Laut Schweighofer erlebt der österreichische Film gerade "die beste Situation, die wir seit langer Zeit haben - so soll es sein und so soll es sich auch fortsetzen". (APA)

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