Freudentaumel in Großbritannien und Indien

23. Februar 2009, 10:37
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Die Premierminister Gordon Brown und Manmohan Singh gratulierten

London/Bombay - Sowohl in Großbritannien als auch in Indien ist man stolz auf den reichen Oscar-Segen für "Slumdog Millionär". Der britische Premierminister Gordon Brown zeigte sich glücklich, den Film selbst gesehen zu haben: "Er hat den Erfolg wahrlich verdient." "Slumdog Millionär" sei zusammen mit dem Oscar für Winslet "eine fantastische Leistung für die britische Filmindustrie, die die Welt in Sachen Film nun anführt", sagte Brown. Es sei eine "großartige Nacht" für das Land gewesen. Sein indischer Amtskollege Manmohan Singh schickte eine Glückwunschbotschaft an das ganze Team: "Sie haben Indien stolz gemacht", so der Regierungschef.

Der Komponist A.R. Rahman, der in Indien als "Mozart von Madras" gilt, grüßte bei der Entgegennahme eines seiner beiden Oscars "die ganze Bevölkerung von Mumbai" und hob die optimistische Botschaft des Films an sie hervor. Zuvor waren die jungen Darsteller des Films bei ihrer Ankunft auf dem roten Teppich vor dem Kodak Theatre in Los Angeles begeistert gefeiert worden. Die neun Schauspieler hauchten auf dem Weg ins Auditorium Küsschen in die Menge. "Es ist unglaublich", sagte der 15-jährige Ashutosh Lobo Gajiwala, der im Film den Bruder des Titelhelden als Teenager spielt.

Die Darsteller - neben Dev Patel und Freida Pinto Kinder und Jugendliche, die der britische Regisseur Danny Boyle in den Slums von Bombay fand -, spielten die drei Hauptfiguren des Films in verschiedenen Lebensphasen. Alle wurden zur Oscar-Verleihung nach Los Angeles eingeflogen. Für einige war es die erste Auslandsreise ihres Lebens. "Das ist der glücklichste Moment überhaupt, weil wir alle neun hier sind", sagte Pinto im Fernsehsender ABC. "Es ist herrlich, dass wir alle wieder in einer großen 'Slumdog'-Familie zusammen sind." (APA)

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