Clinton traf in China Frauenrechtlerinnen

23. Februar 2009, 10:34
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Neue US-Außenministerin wollte auf ihrer ersten Auslandsreise ein Zeichen für die Zivilgesellschaft und die Religionsfreiheit setzen

Peking - Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat am Sonntag ihren zweitägigen China-Besuch beendet und ist in die USA zurückgeflogen. Zum Abschluss besuchte Clinton in Peking noch einen Gottesdienst und traf in der Botschaft zwei Dutzend engagierte chinesische Frauen. Unter ihnen waren Frauenrechtlerinnen und Forscherinnen akademischer Institutionen, Journalistinnen und Unternehmerinnen, wie eine US-Diplomatin berichtete.

An der Frauenrunde nahm auch die 81-jährige pensionierte Professorin Gao Yaojie, die sich für Aids-Infizierte einsetzt, teil. Die ebenfalls eingeladene Gründerin des Wirtschaftsmagazin "Caijing", Hu Shuli, erschien nicht, dafür kam eine andere leitende Redakteurin, wie die US-Diplomatin berichtete.

Zeichen für Religionsfreiheit

Mit dem Besuch der Kirche im Stadtbezirk Haidian und dem Treffen mit den Frauen wollte Clinton ein Zeichen für Religionsfreiheit setzen und die Zivilgesellschaft ermutigen. Die Außenministerin steht unter Kritik, den Menschenrechten weniger Priorität einzuräumen, um Chinas Kooperation in der Weltwirtschaftskrise und dem Klimaschutz zu gewinnen.

Clinton bat China, weiterhin in US-Schatzbriefe zu investieren. Fortgesetzte chinesische Investitionen in den USA seien eine Anerkennung der gegenseitigen Abhängigkeit, sagte Clinton am Sonntag in einem Interview der US-Fernsehsendezung "One on One". Es wäre nicht im Interesse Chinas, wenn Washington die US-Wirtschaft nicht wieder in Schwung brächte. "In der fortgesetzten Unterstützung der US-Finanzinstrumente erkennen die Chinesen unsere gegenseitige Abhängigkeit an.

Wir werden wirklich zusammen aufsteigen oder untergehen. Wir sind im selben Boot und rudern in dieselbe Richtung." Bei ihrem Antrittsbesuch in China hat Clinton die Wirtschafts- und Klimapolitik als Schwerpunkte der amerikanisch-chinesischen Beziehungen betont.

Neuer Fokus auf asiatische Region

Die erste Auslandsreise nach ihrem Amtsantritt hatte Clinton eine Woche lang nach Japan, Indonesien, Südkorea und China geführt. Um die Bedeutung zu unterstreichen, die die neue Regierung von US-Präsident Barack Obama der asiatischen Region beimisst, hatte die Außenministerin mit der Tradition ihrer Vorgänger gebrochen, die als erstes die EuropäerInnen besucht hatten. (APA/dpa/AP)

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    Hillary Clinton besuchte bei ihrem ersten Besuch in China die "Christian Church" in Peking.

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