Stärkster Einbruch seit 1982

23. Februar 2009, 09:10
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Obama wertet neue BIP-Daten als "anhaltende Katastrophe"

Washington - Die US-Wirtschaft ist Ende des vergangenen Jahres so stark eingebrochen wie seit 1982 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im vierten Quartal 2008 um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie aus der am Freitag veröffentlichten Statistik des US-Handelsministeriums hervorgeht. US-Präsident Barack Obama wertete die Konjunkturentwicklung als "anhaltende Katastrophe".

Im Abschlussquartel 2008 verstärkte sich laut Handelsministerium der Schrumpfungsprozess, der im Vorquartal begonnen hatte. Im dritten Jahresviertel war das BIP im Jahresvergleich um 0,5 Prozent gesunken. Für das Endquartal hatten Analysten sogar mit einem noch stärkeren Minus von mehr als fünf Prozent gerechnet. Zuletzt war das BIP-Ergebnis im Jahr 1982 mit einem Minus von 6,8 Prozent noch schlechter ausgefallen.

Wegen der verhältnismäßig guten Monate zu Beginn des Jahres 2008 wuchs die US-Wirtschaft im Gesamtjahr insgesamt um 1,3 Prozent, wie aus den Zahlen des Handelsministeriums hervorgeht. Das ist das schwächste Wachstum seit dem Jahr 2001. Im Jahr 2007 stand noch ein Plus von 2,0 Prozent unter dem Strich.

"Amerikanischer Traum im Rückwärtsgang"

Präsident Obama wertete die neuen Zahlen als weiteren Beleg für das Ausmaß der Krise. "Das ist der Amerikanische Traum im Rückwärtsgang", sagte Obama in Washington. "Für die arbeitenden amerikanischen Familien ist das eine anhaltende Katastrophe." Der Präsident verband seine Stellungnahme mit einem Appell an den Kongress, das geplante Konjunkturpaket möglichst rasch zu verabschieden. Am Mittwoch hatte bereits das Repräsentantenhaus seine Zustimmung erteilt, der Senat könnte in der kommenden Woche abstimmen. (APA/AFP)

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