Gewerkschaft lehnt Angebot der Produzenten ab

22. Februar 2009, 18:39
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Höhere Gehälter für Schauspieler mit einem Einkommen von weniger als 100.000 Dollar und bessere Vergütung bei der Weiterverwertung gefordert

Die Hollywoodschauspieler sind noch immer ohne Tarifvertrag. Die Schauspielergewerkschaft SAG (Screen Actors Guild) erklärte, ihr Leitungsgremium habe das Angebot der Film- und Fernsehproduzenten (Alliance of Motion Picture and Television Producers, AMPTP) vom Donnerstag mit 73 gegen 27 Prozent der Stimmen abgelehnt.

Was das Management als endgültiges Kompromissangebot bezeichne, laufe darauf hinaus, die Schauspielergewerkschaft von anderen Gewerkschaften abzuspalten, heißt es in der Erklärung. Die Produzenten hätten "in letzter Minute" versucht, die SAG zu Verträgen bewegen, die statt - wie bei den anderen Gewerkschaften der Unterhaltungsbranche - im Jahr 2011 erst 2012 auslaufen sollten und damit die Verhandlungsposition der Schauspielergewerkschaft schwäche.

Bei den Verhandlungen nach Auslaufen des Tarifvertrags im Juni 2008 hatte es keine Fortschritte gegeben. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Gehälter für Schauspieler mit einem Einkommen von weniger als 100.000 Dollar (knapp 78.000 Euro) im Jahr sowie eine bessere Vergütung bei der Weiterverwertung von Filmen auf DVD oder im Internet. (APA/AFP)

 

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