Vier Milliarden Euro Nettogewinn erwartet

22. Februar 2009, 18:37
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Mailand - Die Bank-Austria-Mutter UniCredit erwartet für 2008 vier Milliarden Euro Nettogewinn. Das hat Bankenchef Alessandro Profumo am Wochenende wissen lassen. "Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen werden wir 2008 den erwarteten Nettogewinn von vier Milliarden Euro erreichen", sagte Profumo. Die Jahresbilanz wird am 17. März vorgelegt.

UniCredit-Aktien haben vergangene Woche 32 Prozent verloren. Grund dafür waren weniger Befürchtungen über die Entwicklung in Osteuropa. Vielmehr hat die Aussage von Regierungschef Silvio Berlusconi - "Wir ziehen eine Verstaatlichung der Banken in Erwägung" - einen Kurssturz bewirkt. Berlusconi relativierte seine Aussage später, aber da war der Schaden bereits angerichtet. Auch bei Banca Intesa wurden zweistellige Kursverluste verzeichnet.

Beobachter in Rom sind der Ansicht, dass Berlusconi eine Bankenverstaatlichung im Visier habe. Die Gründe dafür seien politisch: Erst kürzlich hat der deutsche Chef des Centre for European Policy Studies in Brüssel, Daniel Gros, gefordert, dass Verstaatlichungsentscheidungen auf europäischer Ebene anhand klarer Kriterien und nur aufgrund wirtschaftlicher Gründe getroffen werden. (tkb, DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2009)

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