Banken gehören in private Hände

22. Februar 2009, 15:59
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Schweizer Paradebank hatte 2008 einen Verlust von 5,5 Milliarden Euro eingefahren

Zürich - Der Chef der Schweizer Großbank Credit Suisse sieht für die Banken Licht am Ende des Tunnels. "Wenn jetzt mehrere Banken gute Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen, könnte neue Zuversicht wachsen", sagte Vorstandschef Brady Dougan dem deutschen "Handelsblatt" (Montagausgabe). Mittelfristig erwarte er im Investmentbanking wieder Eigenkapitalrenditen zwischen 15 und 20 Prozent.

Staatliche Eingriffe in die Bankenwelt sieht Dougan skeptisch. "Es ist für die Volkswirtschaft von Vorteil, wenn die Banken in privater Hand sind und nicht von der öffentlichen Hand finanziert werden müssen." Es sei keine gute Idee, dem Bankenmarkt bestimmte Strukturen oder Größen vorzuschreiben. Dougan verteidigte außerdem das Schweizer Bankgeheimnis. "Die Vertraulichkeit spielt in allen Formen des Bankgeschäfts eine wichtige Rolle. Deshalb bleibt das Bankkundengeheimnis bedeutend, weil es den Einzelnen vor ungerechtfertigten Eingriffen des Staates in die Privatsphäre schützt." Die Schweizer Großbank UBS hatte auf Anforderung Bank-Daten an US-Behörden weitergegeben.

Die zweitgrößte Schweizer Großbank Credit Suisse hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Verluste stärker als erwartet ausgeweitet, will aber weiterhin auf Staatshilfe verzichten. 2008 lag der Verlust bei knapp 8,2 Mrd. Franken (5,5 Mrd. Euro) nach einem Gewinn von 7,7 Mrd. Franken im Vorjahr. (APA/dpa)

 

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