Stockholm lehnt Soforthilfe für Saab ab

22. Februar 2009, 15:18
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Ministerpräsident Reinfeldt: GM will Kosten abzuwälzen

Stockholm - Schwedens Regierung lehnt jede Soforthilfe für den insolventen Autohersteller Saab ab. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt erklärte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TT, der Staat werde "am derzeitigen Prozess nicht aktiv teilnehmen, solange unklar ist, wer Saab als Eigner übernimmt". Die Tochter des selbst um sein Überleben kämpfenden US-Konzerns General Motors (GM) hatte am Freitag Insolvenz beantragt. GM will die Fortsetzung der Produktion vorerst mitfinanzieren, wenn auch die Regierung in Stockholm einen Beitrag leistet.

Reinfeldt meinte dazu, es sei offensichtlich, dass GM "alles tut, um Kosten abzuwälzen". Saab-Konzernchef Jan-Åke Jonsson kündigte in Zeitungsinterviews an, dass sein Unternehmen die bisher bei der deutschen GM-Tochter Opel geplante Produktion des neuen Saab-Modells 9.5 nach Schweden zurückholen will. Ein Zusammengehen mit Opel strebe man grundsätzlich nicht an. (APA/dpa)

 

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