Lindsey Vonn zum Neunzehnten

22. Februar 2009, 12:55
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Weltmeisterin gewinnt Super-G in Tarvis und ist damit erfolgreichste US-Läuferin - Zettel schrammt als Vierte um eine Hundertstel am Podest vorbei

Tarvis - Lindsey Vonn hat am Sonntag den nächsten Riesenschritt Richtung erfolgreicher Titelverteidigung im alpinen Gesamt-Weltcup gemacht. Die 24-jährige Weltmeisterin aus den USA gewann den Super-G in Tarvis souverän vor der Schweizerin Fabienne Suter (+0,51 Sek.) sowie Tina Maze aus Slowenien (0,67). Die Niederösterreicherin Kathrin Zettel verzeichnete als Vierte ihr bisher bestes Super-G-Ergebnis (bisher Platz fünf Reiteralm 2006) und verpasste das Podest nur um eine hundertstel Sekunde.

Vonn schrieb mit ihrem bereits 19. Karrieresieg auch Geschichte: Denn damit ist sie nun die erfolgreichste US-Läuferin der alpinen Weltcup-Historie. Bisher hatte sie sich diesen Titel mit Tamara McKinney teilen müssen. Die Gesamtsiegerin von 1983 hatte in ihrer Karriere je neun Riesentorläufe und Slaloms, in Summe also 18 Weltcup-Rennen gewonnen.

"Fast vergleichbar mit meinen beiden WM-Titeln"

"Das macht mich total glücklich, dass ich jetzt die erfolgreichste US-Amerikanerin im Weltcup bin. Das ist fast vergleichbar mit meinen beiden WM-Titeln in Val d'Isere. Das war ein Super-Wochenende für mich hier in Tarvis", betonte Vonn, die trotz ihres verletzten Daumens dominierte.

Nach dem Sieg und den zwei zweiten Plätzen in der Super-Kombi am Freitag sowie am Vortag in der Abfahrt hat die nunmehr sechsfache Saison-Siegerin bereits 299 Punkte Vorsprung auf ihre in der Gesamtwertung zweitplatzierte Freundin Maria Riesch, die diesmal nur 17. wurde. Damit riss auch die seit dem WM-Riesentorlauf anhaltende Erfolgsserie der deutschen Ski-Damen, die zuletzt vier Rennen en suite für sich entschieden hatten.

Einzig die Schwedin Anja Pärson hätte den Triumph von Vonn verhindern können, lag sie doch bei der letzten Zwischenzeit überlegen voran. Doch die Skandinavierin wählte wieder einmal eine viel zu direkte Linie im Finish und schied nach einem Torfehler aus.

Zettel fehlten am Ende nur 23 Zentimeter auf ihr erstes Speed-Podest. "Das ärgert mich schon ein bisschen, denn durch den Fehler unten im Flachen habe ich sicher mehr als nur eine Hundertstel verloren", wusste die 22-jährige Kombinations-Weltmeisterin, wo sie den Stockerlrang liegengelassen hatte. "Trotzdem ist diese Leistung ein Traum. Ich bin stark gefahren und auch das Material hat super gepasst."

Neben Zettel kamen vom ÖSV-Team noch Anna Fenninger als Achte ("Damit kann ich zufrieden sein") und Elisabeth Görgl als Zehnte in die Top Ten. Auch Regina Mader durfte nach Platz zwölf zufrieden sein. Für Renate Götschl setzte es dagegen nur 24 Stunden nach ihrem besten Saisonresultat - Platz sechs in der Abfahrt - ein Debakel. Die Steirerin kam nach einer fehlerhaften Fahrt nicht über Rang 28 hinaus. "Ich habe nicht die richtige Abstimmung für diesen Schnee gefunden", erklärte Götschl. (APA)

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