Burgstaller rückt von Koalition mit FPÖ ab

22. Februar 2009, 17:40
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Präferenz für einen Pakt mit der ÖVP von Wilfried Haslauer

Salzburg - Eine Woche vor den Landtagswahlen in Salzburg geht Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) auf Distanz zu den Freiheitlichen. Im Rahmen des Wahlkampfes hatte Burgstaller wiederholt eine Koalition mit der FPÖ und Karl Schnell als grundsätzlich denkbar bezeichnet. Bei der ORF-Fernsehkonfrontation der fünf Spitzenkandidaten am Sonntag betonte sie hingegen ihre Präferenz für einen Pakt mit der ÖVP von Wilfried Haslauer. Wenn die SPÖ stärkste Kraft bleibe, werde sie mit der zweitstärksten - also mit der ÖVP - reden: „Es ist wirklich meine Absicht und mein Wille, hier eine Regierung zu bilden." Eine stabile Regierung entspreche auch dem Wunsch der Salzburger. Stabil bedeute „eine Zusammenarbeit von Erstem und Zweitem."

Mit dem Schwenk in Richtung große Koalition hat Burgstaller auch auf Bedenken der Bundespartei reagiert. Zuletzt hatte Infrastrukturministerin Doris Bures in einem Interview mit dem Magazin trend ihre Parteikollegin vor Rot-Blau gewarnt. Sie wolle mit einer Partei, „die nur Feindseligkeiten schürt", nichts zu tun haben.

Inhaltlich dominierten Wirtschaftsthemen die ORF-Debatte. Dabei erntete der Landessprecher der Grünen, Cyriak Schwaighofer, überraschend viel Zustimmung seiner Konkurrenten. Die Grünen plädieren für eine Wende in der Energiepolitik und versprechen sich vom Konzept eines „energieautarken Salzburg" positive Beschäftigungseffekte. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2009)

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